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Zwei neue Coworking Verbände und was sie vorhaben

Der Schweizer Coworking Verein bei der Gründung im Zürcher ImpactHub.

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In Deutschland und der Schweiz trafen sich Mitte und Ende März Coworking Aktivisten beider Länder. Die Schweizer gründeten in Zürich innerhalb weniger Minuten einen nationalen Verband. Nach Jahren andauernder Gespräche folgte auf dem Coworking Barcamp knapp zwei Wochen später in Stuttgart mit der deutschen Version überraschend gleich der nächste. Coworking Switzerland und die German Coworking Federation sollen zukünftig die Spaces besser vernetzen, ihren Auftritt nach außen und die Coworking Bewegung gemeinsam stärken. Deskmag sprach mit den Vorständen der beiden neuen Vereine.

Coworking Spaces und ihre Mitglieder können jetzt in Deutschland und der Schweiz in Coworking-Verbänden zusammenarbeiten. Wir fragten Christian Cordes (Deutschland) und Jennifer Schäpper-Uster (Schweiz), die beide in den jeweiligen Vorstand gewählt wurden, wie es dazu kam und wie es jetzt weitergeht.

Deskmag: Wie lange dauerte es von der Planung eures Coworking Verbandes bis zur Gründung und warum?

Jennifer Schäpper-Uster: Wir waren ziemlich spontan unterwegs. Wir hatten die Ideen an unserem ersten Coworking Treffen im vergangenen März vorgeschlagen und den Verein drei Stunden später (bei dem diesjährigen Treffen) gegründet.

Christian Cordes: Die ersten Ideen zu einer Verbandsgründung hatten wir bereits 2012. Ich glaube, dass in Stuttgart auf der Coworking Konferenz Deutschland die Zeichen günstig standen und genügend Kraft und Energie aus der Szene kam, nun den letzten Schritt zum Verband zu gehen. Es war deutlich, so etwas wie Aufbruchstimmung zu spüren und diese haben wir sinnvoll genutzt.

Wie kam es ausgerechnet jetzt zur Gründung?

Jenny: Es gibt zurzeit verschiedene nationale Projekte im Bereich flexiblen Arbeitens (z.B. Work Smart Initiative) und der Anschluss an solche Projekte ist nur möglich, wenn wir ein offizielles Gebilde sind. Eine lose Interessensgemeinschaft wäre zu wenig gewesen.

Christian: Richtiger Zeitpunkt - die richtigen Menschen auf der Konferenz und die Power es auf die Straße zu bringen. Ich glaube ebenso, dass die Zeit reif war und bei vielen die Ideen und Visionen der letzten Jahre sich gesetzt haben, einen Verband zu gründen. 

Wie hat die Vereinsarbeit in den ersten drei Wochen nach der Gründung ausgesehen?

Christian: Viel Organisatorisches, Gründung und Eintragung ins Vereinsregister, Notartermine und auch viele Telefonate und Telefonkonferenz mit dem Vorstand und Beirat. Wir sind noch vollkommen in der Gründungs- und Findungsphase. Was aber sehr deutlich zu spüren ist, ist die unheimliche Motivation aller Gründungsmitglieder und Unterstützer. Das gibt uns viel Mut und Kraft für den weiteren Weg. 

Jenny: Es gab einen regen, informellen Austausch im Vorstand und ein einstündiges Konferenzgespräch. Zusätzlich erstellte ein Mitglied das Gründungsprotokoll und die Statuten und übersetzte es auf English.

Welche Hürden liegen bei euch noch auf dem Weg?

Christian: Ich denke so einige - von der Überzeugungsarbeit unter allen Coworkern und Spacebetreibern bis hin zu Politik und Verwaltung. Wir wollen eine breite Zielgruppe ansprechen, viel Raum und Platz der Mitgestaltung bieten und das Thema Coworking in Deutschland mehr in die Köpfe verankern. Wir arbeiten gerade an unseren Arbeitsschwerpunkten und an den Themen des Vereins. Die werden iim kommenden Treffen weiter formieren können. 

Jenny: Die Bekanntheit von Coworking zu verbreiten. Aber das ist ja auch der Zweck des Vereins, also ist es mehr ein Ziel als eine Hürde. Eine echte Hürde ist es, alle Spaces in der Romandie (die französisch-sprechede Region des Landes) mit ins Boot zu bringen. Sie zu überzeugen, dass wir ein Gemeinschaftswerk vorhaben. Deswegen haben wir uns auch entschlossen, allgemein auf English zu kommunizieren.

Was wird das erste Projekt, dass ihr über den Verein verwirklichen möchtet?

Jenny: Das erste Projekt ist die Teilnahme an der Work Smart Week Mitte Juni 2015 (welche den Home Office Day, letztes Jahr im Mai ersetzt). Coworking Interessierte sollen während dieser Woche pro Space ein Tag kostenlos arbeiten können, weitere Tage würden nur 50% vom normalen Preis kosten. Idealerweise würden alle Spaces der Schweiz mitmachen.

Christian: Schwer zu sagen, da gerade so viel in Fluss und in Bewegung ist. Ich denke, dazu ist es noch zu früh, ein direktes Projekt zu nennen. Die Cowork 2016 wäre aber eines, das auf jeden Fall ansteht.

▶▶ Nächste Seite: Wie man mitmachen kann, welche Vorhaben noch anstehen und was Deutschland und die Schweiz miteinander verbindet oder trennt...

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