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Mehr als zwei Millionen Menschen arbeiten 2019 in Coworking Spaces

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In den letzten zehn Jahren entwickelte sich der Markt für Coworking Spaces prächtig. Er wuchs in alle Richtungen - und wächst auch in diesem Jahr. Standorte in Millionenstädten erreichen bei der Fläche allerdings eine Grenze. Und was geschähe, wenn sich die Konjunktur eintrübt und eine Finanzkrise droht? Wer würde profitieren, wer verlieren? Die folgenden Zeilen und Zahlen fassen die Erwartungen der Coworking Spaces und ihrer Mitglieder zusammen. Hier sind die ersten Ergebnisse der 2019er Global Coworking Survey.

Die Zahl der Coworking Spaces wächst weiter auf hohem Niveau, im letzten Jahr stieg sie um knapp ein Fünftel. Ebenso legte die durchschnittliche Mitgliederzahl* mit 90 Personen pro Standort deutlich zu. Bis Ende des Jahres werden knapp 2,2 Millionen Menschen in über 22.000 Coworking Spaces arbeiten.

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Die unabhängige Erhebung der 2019er Global Coworking Survey wurde unterstützt von NexudusEssensys Yardi. Den kompletten Bericht kannst du hier herunterladen. 

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Einerseits arbeiten in jedem neunten Coworking Space nun mehr als 300 Mitglieder, vornehmlich in den Millionenstädten. Andererseits dämpft der ebenfalls steigende Anteil von Coworking Spaces in mittelgroßen und kleinen Städten den Durchschnitt, weil hier deutlich weniger Mitglieder an einem Standort zusammenkommen.

Coworking Spaces werden nicht kleiner - aber ihre Durchschnittsgröße sinkt

Seit Beginn der Befragung wuchsen Coworking Spaces jedes Jahr in der Fläche. In diesem Jahr sinkt die Durchschnittsgröße zum ersten Mal! In den Millionenstädten blieb sie gegenüber dem Vorjahr stabil. Zwar verschieben sich die Anteile zu Gunsten größerer Coworking Spaces, der Durchschnitt verharrte jedoch bei etwa 1070 Quadratmeter pro Standort*. In kleineren Städten legte der Durchschnitt tendenziell zu. Weil Coworking Spaces in diesen Regionen dennoch deutlich kleiner ausfallen und deren Anteil zunimmt, ziehen sie auch den Gesamtdurchschnitt runter.

Ältere Coworking Spaces schließen öfter

Obwohl junge Coworking Spaces weiter Anteile verlieren, sank das Alter aller Coworking Spaces. Wie passt dieser Widerspruch zusammen? In dem ältere Spaces aus den Markt scheiden. Es schlossen relativ mehr von ihnen als in den Vorjahren.

Die genauen Gründe dafür kann dieser Befragungsteil nicht klären, weil er nur aktive Coworking Spaces berücksichtigt. Coworking Spaces werden allgemein entweder aus mangelnder Profitabilität nicht weitergeführt, oder die Interessen der Betreiber ändern sich. Sie nutzen die Räume des Coworking Spaces beispielsweise nur noch für das eigene Unternehmen oder vermieten wegen der hohen Nachfrage nach Büroraum ausschließlich langfristig an weniger Unternehmen, weshalb das Mitgliedermodell eingestellt wird.

Unprofitabilität entspricht nicht automatisch einer schlechten wirtschaftlichen Situation

Insgesamt beurteilt nur jeder zehnte Coworking Space seine wirtschaftliche Situation als schlecht. Standorte in sehr kleinen Städten stechen negativer hervor. Je größer ein Coworking Space ausfällt und je mehr Mitglieder er hat, desto positiver stellt sich die wirtschaftliche Situation dar. Wenig überraschend fällt sie deshalb auch bei profitablen Coworking Spaces deutlich besser als bei unprofitablen aus. Jedoch bewertet nur jeder dritte unprofitable Coworking Spaces die aktuelle Situation als schlecht!

Die Auslastung steigt

Rückblickend auf das letzte Jahr steigerten zwei Drittel aller Coworking Spaces nach eigener Aussage ihre Mitgliederzahlen, während gleichzeitig ein Drittel von ihnen ihre Flächen erweiterten. Etwas mehr als jeder vierte Space erhöhte die Durchschnittspreise. Und jeder zweite konnte über diese Entwicklungen seine Wirtschaftlichkeit verbessern. Wichtig: Die Zahlen zeigen nur an, ob Veränderungen stattfanden, nicht jedoch wie stark diese ausfielen. Konkrete Zahlen zur Auslastung weisen in die gleiche Richtung, werden jedoch erst im nächsten Bericht veröffentlicht.

Insbesondere Coworking Spaces in Millionenstädten legten bei der Profitabilität und dem Umsatz häufiger zu. Sie erhöhten zudem öfter die Durchschnittspreise und stellten mehr Mitarbeiter ein. Fast jeder dritte Coworking Space aus diesen Städten eröffnete mindestens einen weiteren Standort, während dies insgesamt nur jeder fünfte angab.

Die Mehrheit sieht keine Blase - Überangebot nimmt in Millionenstädten jedoch zu

Wie in der Vergangenheit sehen die meisten Coworking Spaces den Markt für sich nicht übersättigt. Immerhin ein Fünftel meint, es gäbe zu viele von ihnen, also auch zu viele Wettbewerber - und damit etwas mehr als im Vorjahr. In den Millionenstädten steigt der Anteil deutlicher (31%, 2018: 25%).

Bei den drängendsten Probleme findet sich der Wettbewerb mit anderen Coworking Spaces nur auf den hinteren Rängen (27%). Ein Viertel berichtet von einer ungenügenden Nachfrage. Mehr von ihnen äußern das Gegenteil. Sie können die Nachfrage wegen Raummangels nicht ausreichend bedienen (32%).

Insgesamt bleibt die Akquise neuer Mitglieder wie in den Vorjahren dennoch die größte Herausforderung für Coworking Spaces (60%), gefolgt von finanziellen Schwierigkeiten (37%).

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