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Wie man Social Media Overload vermeidet

Nadia Sayej (Mitte)

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Wie viel Zeit verschwendest du jeden Tag im Internet und bekommst dadurch deine anderen Aufgaben nicht mehr effektiv geregelt? Nadja Sayej von ArtStars beschäftigte sich mit dieser Frage eingehend während der Social Media Week Berlin und präsentierte ihre Tipps für mehr Selbstorganisation und Selbstdisziplin. Dazu gehört nicht nur, sich die Zeit besser einzuteilen, und regelmäßig bewusst zu den gleichen Zeiten den Stecker zu ziehen, sondern uns vor allem große Ziele zu setzen, die einen über die trüben Stunden im Arbeitsalltag hinweg helfen.

Was machst du, wenn dein Hauptwerkzeug für die Arbeit dich auch zu den größten Ablenkungen verführt? Verschwendete Zeit im Internet ist der Hauptgrund, weshalb kreative Selbstständige und Angestellte ihre Arbeit nicht so effektiv umsetzen, wie sie es sich eigentlich vornehmen. Nur wie teilen wir unsere Onlinezeit am besten ein? Sag dem Multitasking adé, setz dir große Ziele und schalte regelmäßig ab. Kommt altbacken rüber und soll sich genauso anhören. Selbstdisziplin ist keine Erfindung der Neuzeit.

Erst mit der Fokussierung stellt sich der Erfolg ein: „Du kannst keine große Dinge erreichen, wenn du durch kleine Dinge permanent abgelenkt wirst“, erzählt Nadja aus ihrem Berufsalltag. Widme deine volle Aufmerksamkeit lieber einer Sache, anstatt im Multitasking den roten Faden zu verlieren. Finde heraus, wo deine größten Ablenkungsgefahren lauern. Schreib deinen Arbeitsalltag nieder und streiche alle Sache, bei denen du Zeit verschwendest. Du brauchst nicht jeden Anruf sofort annehmen und gleichzeitig auf drei Twitter-Konten zwitschern.

Selbstdisziplin befreit!

Ihre Arbeitswoche startet Nadja mit einer To-Do-List für die ganze Woche und einer Online-To-Do-List für jeden Tag, die sie nach und nach abarbeitet. So gewinnt sie die Kontrolle über ihre Vorhaben zurück und befreit sich vom Netzzugang als ständigen Begleiter. Die richtige Zeiteinteilung besitzt für sie dabei die größte Bedeutung. Nach dem Aufstehen öffnet sie keine E-Mails, sondern geht zunächst joggen und sorgt für ein gesundes Frühstück.

Noch bevor sie den Laptop anschaltet, schreibt sie ihre Online Vorhaben für den Tag auf einen Zettel. Vier Stunden auf Facebook versacken, kommt dabei nicht mehr vor. Sind die Tagespunkte notiert, lässt es den Berg an Aufgaben auch viel harmloser erscheinen.

Setz dir nicht nur kleine, sondern auch große Ziele

Neben den kleinen Zielen für jeden Tag und die Woche, setzt sich Nadja auch fünf große Ziele über das Jahr, die sie sich immer wieder vor Augen führt. Sie motivieren bei der Erreichung der kleinen Ziele, umgekehrt wirken die täglichen Ziele unterstützend auf die großen. Beides zusammen fördert einen besseren Antrieb, anstatt sich unfokussiert und ziellos mit Kleinigkeiten von den eigentlichen Vorhaben abzulenken.

Mach dir die großen Ziele immer bewusst. Nadja erinnert sich mit Audioaufnahmen an ihre großen Ziele, in denen sie über ihre Wünsche spricht oder mit Post-its über dem Schreibtisch, in denen sie ihre Wünsche auflistete. Die physische Präsenz der Ziele helfen ihr beispielsweise, wenn sie sich beim Durchklicken der neuen Urlaubsfotos ihres Ex-Freundes auf Facebook erwischt. Ein Blick auf ihre eigenen großen Ziele, bringen sie erheblich schneller weiter und lenken weniger ab.

Effektives Einsetzen der Online und Offline-Zeit

Finde heraus, welche Social Media Tools du persönlich am meisten häufigsten nutzt und plane zum Beispiel zwei Stunden Twitter pro Tag ein, wenn du merkst, dass dir dieses Tool die größten Marketing-Erfolge einbringt. Schalte es jedoch den restlichen Tag wieder ab. Nadja arbeitet effektiver, seitdem sie nur in ausgewählten Zeiten ihren Netzzugang nutzt. Mach einen Spaziergang, wenn dir der Kopf raucht. Noch mehr hilft es, regelmäßige Pausen zu setzen, in denen du frische Luft schnappst. Pausen sind keine verlorene Zeit. Im Gegenteil, sie helfen dir zu mehr Balance, Weitblick und Ausgeglichenheit im Alltag, mit denen du deine Arbeit produktiver erledigst.

Misch deinen Alltag auf!

Gestalte deinen Alltag abwechslungsreich. Für ihre Mittagessen trifft sich Nadja mit den unterschiedlichsten Leuten, aber pro Woche nicht mit mehr als drei Personen aus ihrem Fachgebiet. Wenn du interdisziplinär arbeitest und lebst, erhältst du neue und hilfreiche Inspirationen aus dir vorher verborgenen Blickwinkeln. Auch für alle Sachen, die du neben der Arbeit gerne tust, findet sich ein Platz im Tagesablauf. Sie sind die Belohnungen nach der täglichen Arbeit und sollten hohe Priorität genießen.

Schaffe Einfachheit, bei der du die Übersicht behälst

Scheue dich nicht vor Einfachheit. Besonders in stressigen Momenten hilft es, den Überblick zu behalten. Fasse dich bei Emails kurz, bring realistische To-Do-Lists auf Papier, beschränke dich bei deinen Tools und antworte zur Abwechslung auch mal telefonisch. Das wird auch deine Geschäftspartner erfreuen und die Kontakte stärken. Es ist auch simpel, regelmäßig Feierabend nach deinen erledigten Aufgaben zu machen. Fahr einfach deinen Computer runter und denk daran, es existiert noch ein Leben nach der Arbeit.

Dies ist eine kurze Zusammenfassung von Nadja Sayej's workshop. Doch nichts schlägt das echte Ding! Lausche ihrer Audio Version des Workshops. Noch mehr Videos von Panels über den effektiveren Umgang mit Social Media in den verschiedensten Berufsbereichen findest du hier.

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Die Social Media Week Berlin (Sep.19-23, 2011) wurde organisiert von Deskmag und Deskwanted.

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