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Wie man seinen Coworking Space optimiert

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Schon mal „I hate my office“ in das Suchfeld deines Browser eingegeben? Knapp 6 Millionen Ergebnisse spuckt Google dabei aus. Mit Coworking Spaces erscheint hingegen kein einziges. Ihre Betreiber liegen also in der richtigen Spur. Und dennoch gibt es Dinge, die einige Coworking Spaces verbessern können, vor allem wenn treue Mitglieder bisher ausbleiben. Als regelmäßige Besucher von Coworking Spaces weltweit identifizierten wir einige neuralgische Punkte, die das Coworking Erlebnis erheblich steigern.

Die Stühle

Viele Coworking Spaces bauen auf eine Kaffeehausatmosphäre. Dennoch funktionieren sie nicht exakt wie Cafés. Spätestens wenn du täglich acht Stunden auf einem Holz- oder Plastikstuhl sitzt, spürst du den Unterschied.

Andererseits beschränkt sich die Auswahl geeigneter Stühle meist nur auf drei Kategorien. Entweder sie sehen gut aus, sind preiswert, aber dafür extrem unbequem; in der gleichen Preisklasse liegen bequeme, aber dafür eher unfotogene Bürostühle; oder du legst ein paar Batzen mehr Geld auf den Tisch für ansehnliche, ergonomisch verstellbare und Sitzfleisch freundliche Kombinationen

Wer über dieses Kapital nicht verfügt, kann alternativ immer noch Sitzkissen für Holz- oder Plastikstühle bereitstellen. Oder du überwindest dich, und gibst so etwas wie „Gesundheitsstuhl“ in die Suchmaschine ein. Die sehen gar nicht so hässlich aus, wie sie sich anhören. Und gesund für den Geldbeutel sind sie meist auch. Die Popos eurer Coworker werden es euch danken. Wer sich nicht anders zu helfen weiß, die Laptoptasche bietet ebenfalls kurzfristig Abhilfe.

 

Die Tische

Coworker arbeiten meist an einem Laptop. Dennoch sollten sich die Tische nicht an der Größe ihrer Computer orientieren, sondern an den Menschen dahinter. Dazu gehören zwei Arme, zwei Beine und ein Körper, der in der Regel zwischen 1,70m und 1,90m misst.

Die Beine lieben Tische, unter denen sie sich ausstrecken können. Die Arme mögen eine Stütze neben dem Computer, links und rechts wohlgemerkt. Und wenn noch Platz für das Telefon, etwas Papier, was zum Schreiben und ein Getränk bleibt, bleiben auch die Coworker in der Regel länger. Für gelegentliche Arbeiten kannst du jedoch auch die kleinen Vierbeiner weiter vorhalten.

 

Die Lautstärke

Kollaborative und lebendige Arbeitsplätze sind etwas Tolles. Doch möchte man nicht immer alles am Telefon oder auf Skype in der Öffentlichkeit besprechen. Die wenigsten Coworking Spaces verfügen über eine direkte Terrasse oder einen Garten. Im Winter wäre es eh schnell ziemlich kalt dafür. Bei kurzfristigen und unerwarteten Telefongesprächen steht man ebenso oft vor einem belegten Meetingraum.

Also was tun, wenn keine geeigneten und schnell erreichbaren Plätze vorhanden sind? Viele Coworker sprechen einfach an ihrem Schreibtisch. In der Hoffnung, die anderen stören sich nicht daran, oder lauschen ihren Kopfhörern. Ausgehend von der Global Coworking Survey steht eine zu laute Geräuschkulisse in Kombination mit fehlenden Rückzugsmöglichkeiten jedoch auf Platz 1 der größten Ärgernisse.

Einige Coworking Spaces gehen einen simplen Weg, und recyceln alte Telefonzellen, die auf der Straße fast keiner mehr nutzt. Ohne die alten Münzschlucker selbstverständlich. Wenn du stattdessen eine Halterung für Laptops und was zum Schreiben auf Stehhöhe reinschraubst, passen sie für das Mobiltelefon ebenso wie für Skype. Und eine ansehnliche Figur machen die Zellen auch.

 

Das Licht

Unter welchem Licht arbeitest du lieber: Gar kein Licht, Krankenhauslicht oder Sonne? Anders als Angestellte können sich Coworker ihre Arbeitsplätze selbst aussuchen. Sie müssen ja nicht direkt in der Sonne sitzen, vor allem nicht im Sommer. Aber natürlich helle und große Räume bringen in Coworking Spaces echte Vorteile bei der Kundenbindung. Es ist wissenschaftlich erwiesen, das sie die Laune und Produktivität steigern.

Wenn der Schnitt deiner Räume einige ungünstig gelegene Ecken nicht vermeiden lässt, werte sie am besten mit großen, hintergrundbeleuchteten Bildern auf. Stelle Lampen auf die Tische. Im Winter kannst du in besonders nördlichen und südlichen Breiten auch Birnen für die Lichttherapie reinschrauben.

Fällt generell wenig natürliches Licht in die Aufenthaltsräume, bleibt dir nur noch ein großer Hammer mit Meißel. Reiße die Wände raus und ersetze sie optional mit transparantem oder halb-transparentem Glas.

 

Die Steckdosen

Keine Frage, ohne eine große Anzahl von Steckdosen funktioniert kein Coworking Space. Doch nicht nur die Menge zählt. Mindestens so wichtig ist ihr Standort. Niemand mag sich täglich für den Anschluss des Laptops unter den Tisch quälen oder über Verlängerungskabel stolpern.

Am bequemsten sind Steckdosen auf der Höhe des Laptops. Praktische Lösungen kommen entweder von oben. Auch direkt auf dem Tisch oder unter der Tischplatte befestigt, finden sie ein gutes Plätzchen.

 

Die Betreuung

Kommt selten vor, aber einige Betreiber von Coworking Spaces verzichten tatsächlich auf die regelmäßige Betreuung ihrer Mitglieder. Außer einem Schlüssel, dem Arbeitsraum oder der Putzfrau sehen die Coworker nicht viel von den Betreibern oder ihrem Team.Wer einen Coworking Space auf das Vermieten von Tischen und deren Reinigung reduziert, wünschen wir viel Glück.

Vielleicht entwickelt sich eine Community ohne ihr Zutun. Falls Probleme auftauchen, könnte sich deren kollaborative Kraft jedoch auch schnell gegen die Betreiber richten. Vielleicht entwickelt sich der Space zu einem Ort, den Touristen regelmäßig für wenige Wochen nutzen, so dass zumindest die Einnahmen stimmen – vorausgesetzt es gibt viele Touristen in der Umgebung. Vielleicht nennen sie sich auch einfach in "Business Center" um. Am wahrscheinlichsten ist jedoch, dass die Betreiber selbst auf das alles verzichten dürfen, weil die Nachfrage nach einem Arbeitsplatz in diesen Räumen schlicht ausbleibt.

Nun muss niemand gleich eine 24h-Rezeption aufstellen, vor allem wenn die Räume eher klein sind. Auch regelmäßige Fussmassagen verlangt kein Mitglied von ihnen. Ein Ansprechpartner des Ladens sollte jedoch zu den Öffnungszeiten den Coworkern direkt in den Arbeitsräumen zur Verfügung stehen, ohne dafür an eine Tür klopfen zu müssen.

Viele Betreiber arbeiten selbst in ihren Coworking Spaces – oder stellen einen Community Manager ein, der gleichrangiger Teil der Community ist oder sich schnell dazu entwickelt. Davon profitieren die Betreiber ebenso wie ihre Mitglieder. Ein offenes Ohr in der Nähe sorgt bei allen Beteiligten für eine Bereicherung.

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