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Wie Immobilienscout die Förderung von Start-ups in Misskredit bringt

Immobilienscout investiert nicht in Start-ups. Es nutzt seinen Inkubator YouIsNow für verbilligte Auftragsproduktionen, mit denen sie Kosten senken und Risiken auslagern. Beim Start-up Deskwanted verursachten sie so sechsstellige Schulden.

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Updates zum Artikel

Update vom 01.10.2013:

Gründerszene berichtet über den Fall: Darin äußern sich auch Immobilienscout und Dullroy. Immobilienscout wiederholt noch einmal sein hier Statement, obwohl es auch mit öffentlich zugänglichen Quellen widerlegt werden konnten. Dullroy äußert wie folgt: 

"Deskwanted ist Geschichte, weil sich die beiden Co-Gründer uneins waren (...). Ich habe versucht, sowohl unsere Firma als auch alle Dispute möglichst friedlich und im Hintergrund runterzufahren und zu lösen. (...)  Anstatt über Fehler aus der Vergangenheit zu zanken, mache ich weiter, schreibe ein Buch und plane ein neues Unternehmen. Immobilienscout24 ist als Investor unglaublich unterstützend, hat uns viel Geld und die Chance erfolgreich zu sein gegeben. Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung und den Rat, den uns die Firma und ihre Mitarbeiter gegeben haben. Ich ermutige jeden Gründer, der eine innovative Idee im Immobilien-Bereich hat, mit Immobilienscout24 zusammenzuarbeiten."

Hierzu merkt Carsten Foertsch an: 

"Das Interesse an anderen, neuen Projekten kann ich nachvollziehen. Eine Insolvenz kann für die Geschäftsführer allerdings über mehrere Jahre mit schmerzhaften Folgen verbunden sein. Eine verschuldete GmbH ist ja nicht automatisch Geschichte, nur weil man sich sagt, ich mach jetzt lieber etwas anderes. Man kann ja auch nicht bei seiner Bank kündigen, weil einem der negative Kontostand nicht mehr gefällt und die Bank erlässt dann die Ausstände. Warum Joel Dullroy Immobilienscout daher dankbar dafür ist, dass auf seinem Unternehmen hohe finanziellen Verpflichtungen lasten und diese Last als "Chance, erfolgreich zu sein" bezeichnet, bleibt sein Geheimnis. Seine weitere Zusammenarbeit mit Immobilienscout gibt möglicherweise Antworten darauf, allerdings änderte sie nichts an der prekären Situation von Deskwanted. 

An einer gütlichen Einigung war und bin ich ebenfalls interessiert, doch dafür kam bisher seit Monaten weder von Immobilienscout noch von Joel Dullroy - anders als von ihm dargestellt - ein Angebot, dass die Situation von Deskwanted in irgendeiner Weise besser gestellt hätte. Joel Dullroy wollte die Deskwanted GmbH einem Liquidator (seinem Anwalt) übergeben, dafür fehlten jedoch die finanziellen Mittel, außerdem war es rechtlich nicht möglich. Es wären zusätzliche, nicht finanzierbare Ausgaben für die Deskwanted GmbH entstanden, die eine Insolvenz letztlich nicht hätten abwenden können." 

In einem weiteren Teil bei Gründerszene heißt es: 

"Foertsch hat seine Rechnungen über das Gesamtbudget also auf Grundlage der 50.692 Euro Personalkosten gestellt, die an einer Stelle falsch im Businessplan stehen. (...) Den Fehler im Businessplan „verantworteten alle Vertragsparteien“, so Foertsch. „Es ging auch zu keinem Zeitpunkt um 75.000 oder 90.000 Euro (Anm. d. Red: die Höhe bezieht sich auf die gesamten Leistungen, inkl. Sachkosten), sondern darum, dass Immobilienscout seit Januar generell nicht das vertraglich vereinbarte Budget zahlen wollte.“

Hierzu teilt Carsten Foertsch: "Ich hätte vielleicht noch ergänzen sollen, dass Immobilienscout dieser Fehler zu keinem Zeitpunkt auffiel, was auch ihr Desinteresse an den vereinbarten Leistungen aus dem Businessplan bestätigt."

Update vom 28.09.2013:

Die letzten Absätze der zweiten Seite wurden wegen weiterer Recherchearbeiten über YouIsNow entsprechend erweitert und modifiziert. 

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