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FlatSharing: Selbstständige teilen ihre Wohnungen am häufigsten

Eine Studie untersuchte den Wirtschaftsfaktor "AirBnB" am Beispiel Berlins.

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Selbstständige arbeiten nicht nur in Coworking Spaces überdurchschnittlich häufig. Als Gastgeber vermieten sie auch ihre Wohnungen über Flatsharing-Dienste wie AirBnB öfter als andere Berufsgruppen. So lautet das Ergebnis einer Studie, die AirBnB zusammen mit einer Hamburger Universität am Beispiel Berlins durchführte. Außerdem zeigen die Ergebnisse, dass AirBnB-Gäste die lokale Wirtschaft deutlich mehr stärken als normale Hotelgäste. AirBnB-Touristen bleiben auch länger und kehren mit höherer Wahrscheinlichkeit wieder als Hotelgäste. Die positiven Effekte von Übernachtungen bei privaten Personen ähneln Touristen, die am Reiseort Freunde und Verwandte besuchen.

Private Flatsharing-Dienste wie AirBnB, 9flats oder Wimdu sehen sich in mietangespannten und touristisch attraktiven Großstädten zunehmend politischen Widerständen ausgesetzt. In New York verurteilte ein Gericht einen AirBnB-Gastgeber zu einer Strafe von US$2400, nachdem er seine Wohnung über AirBnB vermietete. 

Hohe Mieten, Wohnungsknappheit und Gentrifizierungsprozesse lasten Einheimische oft genug Touristen an. Statt mehr bezahlbare Wohnungen zu fördern, lenkt die Politik lieber von diesem Thema ab, und bastelt an Plänen, wie man die Flatsharing-Industrie besser reduzieren könnte. Und es stimmt ja, einige Wohnungen werden in Ferienappartments umgewandelt, jedoch oft auch durch die öffentlichen Wohnungsunternehmen selbst

Als Antwort darauf gab Airbnb eine Studie über die Wirtschaftskraft des Faktors "AirBnB" in Auftrag, die am Beispiel Berlins durchgeführt wurde. Die Studie enthält einige interessante Ergebnisse:

Airbnb-Gäste verbringen durchschnittlich 6,3 Nächte in Berlin und geben 845 Euro während ihres Aufenthalts aus. Hotelgäste dagegen bleiben im Schnitt nur 2,3 Nächte in der Hauptstadt und zahlen dafür 471 Euro.

Wie bei Reisen zu Berliner Freunden und Verwandten (PDF) zieht die Plattform mehr Besucher an, die mit höherer Wahrscheinlichkeit nach Berlin zurückkehren. Jeder zweite Befragte besuchte zum ersten Mal die Hauptstadt. Jeder vierte wäre ohne Airbnb nicht nach Berlin gekommen oder nicht so lange geblieben. Fast 90 Prozent aller Airbnb-Gäste in Berlin kommen aus dem Ausland, besitzen ein mittleres bis hohes Haushaltseinkommen und einen Hochschulabschluss.

Drei Viertel aller Privatunterkünfte befinden sich außerhalb der klassischen Touristenviertel. So gaben die mehr als 8.000 Airbnb-Gäste, die im letzten Jahr in Neukölln übernachteten, über 2 Millionen Euro in den Geschäften vor Ort aus und zahlten 1,3 Millionen Euro an ihre Gastgeber.

Besonders interessant: 44 Prozent der Berliner Gastgeber auf Airbnb sind Freiberufler, Unternehmer oder Selbständige. Laut Studie können sie sich durch das zusätzliche Einkommen mehr auf ihre eigenen Projekte konzentrieren. 

Die Gastgeber sind nach Angaben der Erhebung oft auf das Zusatzeinkommen angewiesen, das sie durch das Teilen ihres Wohnraums erzielen. Ein Berliner Gastgeber, der sein Zuhause für Gäste aus der ganzen Welt öffnet, verdient damit im Durchschnitt 1.949 Euro pro Jahr. Die Hälfte geht dabei in grundlegende Ausgaben für Miete oder Lebensmittel. 45 Prozent der Airbnb-Gastgeber leben in Haushalten mit nur einem Einkommen. Fast die Hälfte der Airbnb-Gastgeber verdient weniger als das mittlere Haushaltseinkommen in Berlin, also unter 1.650 Euro pro Monat.

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