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Eine jährliche Wachstumsrate von fast 100%, mehr als fünf Jahre in Folge? Sind das Kennzeichen einer Blase? Eher Kennzeichen eines nachhaltigen Wandels der Arbeitswelt, der durch verschiedenen Wirtschaftskrisen weltweit beschleunigt wird. Doch worin unterscheidet sich die nachhaltige Entwicklung von Coworking Spaces von kurzfristigen Blasen? Warum Coworking Spaces, anders als Bubble-Tea-Läden, auch noch in fünf Jahren zunehmend öffnen, erfährst du in den folgenden Zeilen.

Fünf Gründe, die für ein nachhaltiges Wachstum von Coworking Spaces sprechen:

1. Coworking Spaces investieren ihr eigenes Geld

Bereits das Startkapital von Coworking Spaces wirkt einer Blase entgegen. Ob Dotcom-Blase vor zehn Jahren oder Immobilienkrise in Spanien oder den USA, sie entstanden in einer Schwemme billigen Geldes, deren Absender und Empfänger sich nicht kannten. Über globale Finanzströme flossen die Gelder den Weg des geringsten Widerstandes - zu den aktuell höchsten Renditeaussichten, die sich wenig später als Täuschungen und Investitionsruinen erwiesen. 

Erst das umverteilte Risiko ermöglicht diese Täuschungen. Selten trugen es die Entscheider der Investitionsprojekte, noch seltener diejenigen, die Gelder verteilten, und umso häufiger ihre weitentfernten Anleger. Entweder weil beide Seiten dem Rausch der aktuellen Entwicklung verfielen, oder weil die (Klein-)Anleger ihre Risiken nicht kannten und Fond- und Bankberatern sie kleinredeten. 

Eine weitere Grundbedingung für Blasen sind die Geldmengen, die global aus den verschiedensten Orten fließen und sich - im Vergleich - auf wesentlich weniger Orte konzentrieren.

Die wenigsten Coworking Spaces hängen an diesem Geldsystem. Sie erhalten ihre Finanzierung bisher fast ausschließlich dort, wo sie entstehen. Die Gründer investieren überwiegend ihr eigenes Geld, oder das ihrer Verwandten und Freunde. Investoren und Anleger kennen sich persönlich. Das Risiko wird weniger umverteilt, was Wirtschaftsblasen vermeidet.

Investoren und Gründer verfügen über mehr marktnahe Informationen, weil sie schlicht in ihr eigenes und kein fremdes, Tausende Kilometer entferntes Projekt investieren. Dies schließt Pleiten und späteren Irrtümer nicht aus, reduziert jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass sie eintreten.

2. Arbeitsmarkt verändert Nachfrage nach neuen Büros nachhaltig

Die meisten Nutzer von Coworking Spaces arbeiten als Selbstständige. Der Anteil von Angestellten nimmt zu - in vielen Fällen auch, weil sie für Kleinunternehmen tätig sind, die ihre Geschäfte zunehmend in Coworking Spaces verlegen. Ihr gemeinsames Dach bildet die Kreativwirtschaft.

Mit den flexibilisierten Arbeitsmärkten, neuen Technologien, die Arbeitsabläufe selbst verändern, und dem zunehmenden Einkauf externer Dienstleistungen von großen und mittleren Unternehmen (Outsourcing) änderte sich der Arbeitsmarkt in vielen Teilen der Welt radikal. 

Das Schöne am Angestelltendasein, langfristige Sicherheiten und ausreichende Einkommen, sie existieren nicht mehr, vor allem nicht für junge Menschen. Selbst bei guten Quartalszahlen werden sie schneller entlassen. Unternehmen beschäftigen sie befristeter, oft auch prekärer - oder stellen gar nicht erst ein. Zukünftige Optionen auf dem Arbeitsmarkt reduzieren sich deshalb öfter auf die Selbstständigkeit oder die Gründung eines eigenen Unternehmens. 

Und das ist mit immer weniger Startkapital möglich. Laptop, Köpfchen und eine gute Vernetzung reichen. Seit Jahren wächst die Zahl der Selbstständigen und Kleinunternehmen weltweit in der Tech- & Kreativwirtschaft. Wer über genügend spezialisierte Fähigkeiten und Risikobereitschaft verfügt, kann in der Selbstständigkeit oder als Kleinunternehmer selbst über eigenes Risiko bestimmen und sich schneller den Marktgegebenheiten anpassen als große Unternehmen und ihre Angestellten.

Für diese Leute öffnen Coworking Spaces die passenden Arbeitsräume. Mitglieder eines (guten) Coworking Spaces möchten diesen Arbeitsort für die nächsten Jahre nicht mehr missen.

Nicht nur davon profitieren die Coworking Spaces. Selbstständige entlassen sich in Krisen selten selber, auch kleine Unternehmen setzen ihre Angestellten weniger schnell auf die Straße als große Unternehmen. Der persönliche Kontakt zwischen Spaces und Nutzern fördert (erzwingt sogar) nachhaltigere und verantwortlichere Geschäftsmodelle à la Groupon.

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