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Wie Freelancer, Angestellte und Unternehmer coworken

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Immer mehr Leute in Coworking Spaces arbeiten als Angestellte. Ein Viertel sind es weltweit, in den USA sogar jeder Dritte. Etwa jeder neunte Nutzer eines Coworking Spaces führt ein Unternehmen mit eigenen Angestellten. Freelancer nehmen weiter den größten Raum ein. Welche Unterschiede ergeben sich jedoch aus dem Berufsstatus? In der zweiten, weltweiten Coworking Befragung schauten wir, welche Bedürfnisse diese Gruppen unterscheiden. Welche Vor- und Nachteile ihnen Coworking Spaces bieten. Und welche Gemeinsamkeiten sie verbinden.

Freelancer verdienen am wenigsten in Coworking Spaces. Allerdings profitieren sie am stärksten von der Arbeit in den kollaborativen Arbeitsräumen. Mehr als jeder zweite (!) Freelancer berichtet von einem deutlichen Einkommenszuwachs, seit sie in Coworking Spaces arbeiten. Bei Unternehmern (mit Angestellten) liegt der Anteil etwas darunter. Lediglich für Angestellte ändert sich kaum etwas. Immerhin steht für jeden achten am Ende ein Plus - obwohl sie ein monatliches Festgehalt beziehen, das weniger stark schwankt als in den ersten beiden Gruppen.

Diese Ergebnisse vereinfachten wir stark, weil der eigentliche Beruf das Einkommen wesentlich stärker beeinflusst. Dennoch zeigen sie den deutlichen Einfluss des Berufsstatus zwischen den Gruppen auf.

Ein weiterer Faktor besteht in der Arbeitsdauer in einem Coworking Space. Angestellte sind im Schnitt erst sieben Monate dabei, arbeiten nicht ebenso häufig dort wie Freelancer und Unternehmende und profitieren daher auch (noch) nicht im gleichen Umfang von allen Vorteilen der Arbeit in einem Coworking Space.

Unternehmer stärken ihr Selbstbewusstsein in Coworking Spaces am meisten

Es sind Freelancer, die ihre sozialen Zirkel (94%) und Business Netzwerke (88%) am stärksten in Coworking Spaces erweitern. Sie lernen die meisten neuen, hilfreichen Leute kennen (4,1 in zwei Monaten). Und sie steigern ihre Produktivität unter den drei Gruppen am deutlichsten.

Mitglieder in Coworking Spaces, die noch weitere Angestellte beschäftigen, nennen wir Unternehmer. Sie stärken am häufigsten ihr Selbstbewusstsein (92%), erfreuen sich besonders an der wegfallenden Isolation (92%), profitieren häufiger von entspannteren Abenden zu Hause und halten ihr Wissen am besten auf dem Laufenden.

Jeder dritte expandiert auch in einem Coworking Space, in dem er weitere Angestellte anheuert. Allerdings können auch Freelancer darunter fallen. Wenn sie mehr Leute anstellen, gehören sie automatisch in die Kategorie "Unternehmer mit weiteren Angestellten".

Selbst für Angestellte bieten Coworking Spaces zahlreiche Verbesserungen. Sie vergrößern ebenfalls ihre soziale Netzwerke, fühlen sich produktiver und weniger isoliert - wenn auch nicht ganz so stark wie die beiden anderen Gruppen. Wir fanden kein einziges Merkmal, bei dem sie mehrheitlich negative Veränderungen erfuhren. Im Gegenteil, negative Einflüsse finden sich - wie bei den anderen Gruppen -im unteren einstelligen Bereich.

Je mehr Teamarbeit, desto mehr Privatsphäre gewünscht

Dafür besitzen die drei Gruppen verschiedene Ansprüche an ihre Arbeitsräume. Angestellte mögen überraschenderweise am meisten die Mitgliedschaft in einer Gemeinschaft. Weil vorher vergleichsweise viele von ihnen in traditionellen Büros arbeiteten, erwarten sie eine gute Basisbüro-Ausstattung. Einen festen Tisch benötigen sie dafür nicht unbedingt. Fast jeder Dritte stört sich an der Geräuschkulisse in den neuen Arbeitsräumen. Anders als in den anderen Gruppen reicht ihnen mehrheitlich der Zugang zu den traditionellen Arbeitszeiten.

Unternehmende suchen am häufigsten nach Möglichkeiten zur interdisziplinären Arbeit. Sie zahlen gern etwas mehr als die anderen Gruppen. Weil die Arbeitsplätze ihre Unternehmen nach außen repräsentieren, sollte ihnen das Workspace Layout und Design der Inneneinrichtung dafür besonders entgegenkommen.

Vier von fünf Unternehmenden arbeiten in festen oder flexiblen Teams, mehr als jede andere Gruppe. Daher bevorzugen sie wesentlich häufiger einen festen Arbeitsplatz. Zum speziellen Layout für Unternehmende gehört ebenfalls die regelmäßige Quadratur des Kreises. Einerseits suchen sie mehr Privatsphäre und Teamplätze. Andererseits soll es die Interaktion mit anderen Leuten nicht ausschließen, sondern fördern. Dafür eignen sich für sie insbesondere Veranstaltungen in den Coworking Spaces.

Die meisten Freelancer arbeiteten vorher zu Hause (64%). Vermutlich zeigen sie sich aus diesem Grund beim Workspace Layout etwas anspruchsloser. Der externe Arbeitsplatz selbst zählt stärker, insbesondere flexible und preiswerte Arbeitsplätze mit einer Basisbüroausstattung. 70% von ihnen arbeiten nicht in Teams, daher reicht den meisten ein flexibler Tisch. Ein 24h-Zugang sollte die Mitgliedschaft mehrheitlich enthalten. Darüber hinaus äußern sie sich preissensitiver, was wegen der schlechteren Einkommenssituation weniger überrascht.

Interaktion mit anderen Leuten sucht jeder

Eine Gemeinsamkeit verbindet die Gruppen: die Interaktion mit anderen Leuten gehört für alle zu den wichtigsten Eigenschaften, die ihr Arbeitsplatz mitbringen sollte. Wenn sie etwas in ihren Coworking Spaces ändern könnten, würden sie sich vermutlich für die Küche am schnellsten mit Verbesserungsvorschlägen zusammentun. Lösungen für eine leisere Geräuschkulisse ständen auf der Liste vermutlich auch weiter oben. Der Vergleich zeigt dennoch, dass die positiv gewerteten Merkmale eines Coworking Spaces für alle Gruppen überwiegen. Ob Angestellte, Freelancer oder Unternehmende, sie alle mögen ihren Coworking Space sehr und unterscheiden sich dabei kaum.

Freelancer sind die loyalsten Mitglieder

Und wie sieht's in der Zukunft aus? Die Mehrheit aller Gruppen denkt nicht daran, ihren Coworking Space dauerhaft zu verlassen. Freelancer sind die treuesten Mitglieder. Bei Unternehmenden kratzt der Anteil allerdings an der 50%-Marke.

Unternehmer sind am längsten dabei, denken jedoch häufiger an einen Arbeitsplatzwechsel

Wenn sie expandieren, eignen sich Coworking Spaces ab einer bestimmten Unternehmensgröße nicht mehr für Unternehmer. Es kommt auf die Voraussetzungen an, die Coworking Spaces bieten. Dazu gehören vor allem privatere und wahrscheinlich auch größere Räume.

Umgekehrt gilt vermutlich das Gleiche. Ein zunehmend größeres Unternehmen könnte die Mitgliederbalance durcheinander bringen. Außerdem steigen bei Einzelmietern die finanziellen Risiken, je größer sie werden. Ihr Vertrag läuft in der Regel monatlich. Ein spontaner Auszug hinterließe kurzfristig eine Leere, die Betreiber möglicherweise nicht schnell genug wieder füllen können, wenn sie einen größeren Teil des Coworking Spaces besetzen. Einkommensverluste wären die Folge, unter denen eventuell auch das Angebot für alle andere Mitglieder leidet.

Andererseits gehören Unternehmende zu den aktivsten Mitgliedern innerhalb eines Coworking Spaces und berichten in der Öffentlichkeit besonders häufig über ihre Arbeit in Coworking Spaces, und können so neue Mitglieder anziehen.

Bei Angestellten läuft es etwas ruhiger. Etwa die Hälfte engagiert sich außerhalb (25%) oder innerhalb der Coworking Spaces (24%). Die andere Hälfte mag Coworking, konzentriert sich jedoch eher auf die eigene Arbeit. Da sie überwiegend in festen Teams arbeiten (46%), die wenigsten "neuen, hilfreichen" Bekanntschaften schließen und auch am seltensten an Veranstaltungen in den Spaces teilnehmen, könnten Integrationsangebote helfen, die sich stärker an ihre besonderen Bedürfnisse richten - falls sie gewünscht sind. Wobei hier auch Unterschiede zwischen Angestellten von kleinen und großen Unternehmen berücksichtigt werden müssten.

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Die zweite weltweite Coworking Befragung:

1) Wie Coworking Spaces geboren werden

2) Arbeiten Coworking Spaces profitabel?

3) Interaktionen in und zwischen Coworking Spaces

4) Die Coworking Vorhersage 2012

5) Die Coworking Space Mitglieder

6) Was Coworking Mitglieder wollen

7) Die Entwicklung der Coworking Spaces

8) Wie Freelancer, Angestellte und Unternehmer coworken

9) Die Ex-Coworker und Noch-nicht-Coworker

10) Coworking in den USA und der EU

11) Coworking in kleinen und großen Städten

12) Vom Heimbüro in den Coworking Space

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