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Coworking Spaces

Wie Coworking Spaces geboren werden

Je früher, desto besser: Coworkerin im utopic_US in Madrid (Bild: utopicus.es)

Nexudus - The white-lable management system for coworking spaces
The Profitability Of Coworking Spaces
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Top Coworking Events in 2019
Seit 2006 zählt die weltweite Coworking Bewegung jedes Jahr doppelt so viele Spaces wie ein Jahr zuvor. 2011 ging es in diesem Tempo weiter, mittlerweile existieren mehr als 1.100 Coworking Spaces weltweit. Doch wie viel kostet die Eröffnung eines Coworking Spaces im Durchschnitt? Woher erhalten sie ihr Geld? Wie viel Zeit benötigen sie für die Realisierung? Und wie viele Gründer starten normalerweise einen Space? Der erste Teil der zweiten weltweiten Coworking Befragung beantwortet all diese Fragen.

Die meisten Coworking Spaces kommen als Frühchen auf die Welt, zumindest wenn sie Menschen wären. Sieben Monate dauert ihre reguläre Tragzeit - vom ersten ernsthaften Planungsschritt bis zur Eröffnung. Sollen die neuen Arbeitsräume bereits von Anfang mehr Mitglieder hosten, steigt die Planungszeit entsprechend deutlich. Ein Drittel aller Coworking Spaces erblickt jedoch bereits nach weniger als drei Monaten das Licht der Welt.

Die meisten Coworking Spaces werden im Januar, September und Oktober geboren

Ihre Eröffnungen verteilen sich über das gesamte Jahr. Fruchtbare Höhepunkte existieren im Januar, vor allem jedoch im September. Auch auf der Südhalbkugel sieht es trotz der versetzten Jahreszeiten ähnlich aus. Hier feiern im Frühlingsmonat Oktober besonders viele ihren ersten Tag. Weil die meisten Spaces weiterhin überwiegend in christlich geprägten Ländern entstehen, etablierte sich der Dezember wegen seiner zahlreichen Feiertage als unbeliebtester Monat für eine Eröffnung. Darin besteht auch der Hintergrund. Je mehr Feier- (Dezember) oder Ferientage (Sommerferien) ein Zeitraum besitzt, desto höher fallen die Neugründungen in der Zeit danach aus. Sie werden vermutlich ganz einfach verschoben.

Hinter jedem Coworking Space stehen knapp drei Gründer

Im Schnitt sind 2,8 Leute als Gründer an einem entstehenden Coworking Space beteiligt. Selbst in kleinen Spaces mit einer Eröffnungskapazität von weniger als zehn Mitgliedern sind es durchschnittlich 2,2 Gründer. An jedem dritten kleinen Space, der maximal 29 Coworker hosten kann, werkelt jedoch nur ein Gründer. Große Spaces, die gleich mehr als 50 Coworker hosten können, starten durchschnittlich mit vier Teilhabern.

Interessanterweise steigt die Zahl der Eigentümer mit dem Wachstum nicht unbedingt. Kleine Spaces nehmen etwas öfter weitere Teilhaber auf. Wenn ihre Entwicklung stagniert, steigen jedoch mit höherer Wahrscheinlichkeit auch Teilhaber wieder aus. Ebenso sinkt die Zahl der Teilhaber in großen Spaces. Wenn kleine Spaces organisch wachsen, benötigen sie nicht unbedingt noch mehr Eigentümer in einer späteren Phase. Eigentümer, die den Space verlassen, werden seltener durch neue ersetzt. Diese Aussagen beziehen sich auf einzelne Standorte.

Dabei arbeiten 80% aller Coworking Spaces als private Unternehmen. Bei Coworking Spaces mit weniger als 30 Mitgliedern basiert jedoch jeder fünfte auf einer Non-Profit-Organisation, im Schnitt sind es dagegen 'nur' 13%.

In die Gründung investieren die Betreiber vor allem ihr eigenes Geld

Jede Eröffnung eines Coworking Spaces ist in der Regel mit einem Kapitaleinsatz verbunden, der nicht aus der Kaffeekasse bestritten werden kann. Gründer in den USA nehmen dafür durchschnittlich 58.000 US$ in die Hand. In den EU-Ländern mit Euro sind es 46.500 Euro.

Berücksichtigt man die aktuellen Umtauschkurse fallen die Investitionshöhen trotz der unterschiedlichen Lagen im Schnitt ziemlich ähnlich aus. In Euroland liegt der Kapitaleinsatz der Gründer nur leicht über denen der in den USA. Eine größere Abhängigkeit besteht dagegen weniger überraschend in der Größe des geplanten Coworking Spaces. Können anfangs maximal 'nur' 30 Mitglieder gehostet werden, sinkt der Aufwand auf 34.500 EUR oder US$45.000. Umgekehrt steigt der Aufwand entsprechend.

Zwei Drittel aller Betreiber setzen dafür auf ihr eigenes Kapital. Auch viele ihrer Freunde oder Verwandten stellen einen Teil des nötigen Startkapitals bereit (13%). Erst danach folgen Bankkredite (7%) und Venture Capital (5%). Crowdfunding besitzt trotz seiner medialen Popularität bei der Gründung der meisten Coworking Spaces bisher keine große Bedeutung, ebenso wenig wie öffentliche Zuschüsse oder Kredite.

Allerdings zeigen sich einige Unterschiede in Abhängigkeit von der Größe des geplanten Coworking Spaces. Mit der Größe nimmt der Anteil privater Bankfinanzierungen und der von Venture Capital Investoren erheblich zu, dafür sinkt der Eigenkapitalanteil und der von Verwandten und Freunden erheblich. Kleinere Spaces können sich dafür über mehr öffentliche Unterstützung in Form von Krediten und Zuschüssen freuen.

Startkapital größte Sorge bei aktuell geplanten Coworking Spaces

Wie jede gute Mutter, die sich um ihre Lieblinge kümmert, machten wir auch einige Ultraschalluntersuchungen, bevor die Coworking Spaces die Welt erblicken. Anders als Babies konnten wir sie dabei direkt nach den Problemen vor ihrer Geburt fragen.

Die größten Sorgen bereitet 43% von ihnen genau dieser Bereich, der nach dem Startkapital. Jeder dritte zukünftige Coworking Space hofft darüberhinaus, bis zur Eröffnung genügend Coworker zu finden. Das dritt- und viertgrößte Problem besteht im Finden einer geeigneten Location (23%) und weiteren Mitstreitern, die in den Coworking Space als Teilhaber einsteigen (21%).

Mögliche Konflikte mit den aktuellen Mitgründern sowie potenziellen Vermietern bereiten den wenigsten Coworking Spaces Probleme. Wenn Probleme bei der Suche nach dem geeigneten Standort entstehen, schrecken erwartungsgemäß auch nicht die Vermieter am meisten ab, sondern die hohen Mieten, die sie fordern (65%).

Coworking wächst in den größten Städten und auf dem Land, aber weniger dazwischen

Da wir gerade beim Standort sind, die meisten neuen Coworking Spaces eröffneten auch im Jahr 2011 in Großstädten mit mehr als eine Million Einwohnern – sogar relativ mehr denn je. Statt in den mittelgroßen Städten feiern jetzt jedoch insbesondere in den kleinen Städten mit weniger als 50.000 Einwohnern die Eröffnung weiterer Coworking Spaces in ihrer Nähe.

Letztes Jahr fragten wir Coworker, in welchen Städten sie arbeiten, die Ergebnisse stehen noch aus. Weil größere Städte häufiger auch größere Spaces besitzen, wird der Anteil bei Großstädten mit mehr als eine Million Einwohner noch stärker steigen.

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Die zweite weltweite Coworking Befragung:

1) Wie Coworking Spaces geboren werden

2) Arbeiten Coworking Spaces profitabel?

3) Interaktionen in und zwischen Coworking Spaces

4) Die Coworking Vorhersage 2012

5) Die Coworking Space Mitglieder

6) Was Coworking Mitglieder wollen

7) Die Entwicklung der Coworking Spaces

8) Wie Freelancer, Angestellte und Unternehmer coworken

9) Die Ex-Coworker und Noch-nicht-Coworker

10) Coworking in den USA und der EU

11) Coworking in kleinen und großen Städten

12) Vom Heimbüro in den Coworking Space

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Die zweite weltweite Coworking Befragung wurde durchgeführt von Deskmag in Kooperation mit dem Team von Coworking Europe und ins Französische und Spanische übersetzt von La MutinerieCoworking Spain. Die Erhebung wurde unterstützt von Emergent Research,University of Texas at AustinCoworking DeutschlandCoworking Project ItalyJellyweek.orgDeskwantedCohere Community.

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