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Die ersten Ergebnisse der Global Coworking Survey

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Die ersten Ergebnisse der neuen Global Coworking Survey wurden auf der Coworking Europe Konferenz in Mailand vorgestellt. Die Zahl der Coworking Spaces nimmt weiter zu, und wuchs in den letzten zwölf Monaten um 36% auf etwa geschätzte 7800 Coworking Spaces weltweit. Auch die Coworking Spaces selbst vergrößern sich, im Durchschnitt betreuen sie ein Drittel mehr Mitglieder als vor zwei Jahren. Etwa ein halbe Million Menschen arbeiten heute in Coworking Spaces. Mehr Mitglieder führen nicht unbedingt zu einer anonymeren Arbeitsatmosphäre. Die Beliebtheit und die Bindung an die Coworking Spaces nahm im Durchschnitt sogar leicht zu. Alle Ergebnisse finden sich hier im Artikel und in einer Infografik.

Die Zahl der Coworking Spaces wächst weltweit. Der Markt scheint für sie jedoch noch nicht übersättigt. Die Frage, ob bereits zu viele Coworking Spaces existieren, verneinen knapp 85% der Betreiber für ihre Region. Etwas mehr als jeder vierte sieht sogar noch Platz für weitere gleichartige Angebote, also für mehr Wettbewerber in ihrer Umgebung. Nur für 14% übersteigt das Angebot die aktuelle Nachfrage.

Doch wie viele Coworking Spaces existieren weltweit? Die Frage - ob sie einem gefällt, hilft oder nicht -  gehört zu den populärsten über die Coworking Bewegung. Je mehr von ihnen bestehen, desto länger benötigt allerdings ihre Erhebung. Neue kommen hinzu, einige schließen wieder. Manche heißen nur so, andere vermarkten sich als “mehr als nur ein Coworking Space”, und sind dennoch oder gerade deshalb einer. Einige ändern ihr Konzept. Eine solche Erhebung startet aus diesem Grund jedes Mal bei Null und erfolgt üblicherweise nicht in einer Befragung sondern in einer manuellen Zählung, dem Global Coworking Census. Und der nimmt mit der steigenden Zahl proportional mehr Zeit in Anspruch und kann deshalb derzeit nicht zusammen mit den ersten Ergebnissen der Befragung veröffentlicht werden. 

Das relative Wachstum nimmt ab - das absolute bleibt beachtlich

Die Global Coworking Survey erlaubt allerdings einen Überblick darüber, wie viele Coworking Spaces in bestimmten Zeiträumen im Vergleich zueinander entstanden. In den letzten zwölf Monaten kamen 36% neue Coworking Space im Vergleich zu den bereits vorher existierenden hinzu. Wachstumsraten von 100% gehören auf globaler Ebene der Vergangenheit an. Diese Entwicklung überrascht nicht, weil das Ausgangsniveau jedes Jahr deutlich über dem Vorjahr lag. Absolut ist das Wachstum weiterhin beeindruckend und liegt deutlich über den Raten anderer Wirtschaftsbereiche. Ausgehend von der letzten - konservativen - Zählung dürften beim aktuellen Wachstum schätzungsweise derzeit weltweit 7.800 Coworking Spaces bestehen. Gewisse Fehlerabweichungen bei einer Schätzung sollten allerdings berücksichtigt werden. 

Auch die Coworking Spaces selbst sind gewachsen, im Durchschnitt betreuen sie heute fast ein Drittel mehr Mitglieder als zum Zeitpunkt der letzten Global Coworking Survey vor zwei Jahren. Ausgehend von den beiden Entwicklungen (Wachstumsrate der Coworking Spaces und Zunahme der durchschnittlichen Mitgliedszahl) arbeiten heute etwas mehr als eine halbe Million Menschen in Coworking Spaces. Zur Berechnung dieses Ergebnisses wird nicht die Menge der Coworking Spaces mit der durchschnittlichen Mitgliederzahl multipliziert, sondern das Wachstum einzelner Gruppen von Spaces erhoben und erst anschließend in absoluten Zahlen addiert und ausgewiesen. 

Mehr Mitglieder pro Space führen nicht generell zu mehr Anonymität

Coworking Spaces mit mehr Mitgliedern führen nicht grundsätzlich zu einer anonymeren Arbeitsatmosphäre. Im Gegenteil, es fühlen sich sogar mehr Mitglieder mit ihrem Coworking Space verbunden (70% statt 60%) als bei der letzten Erhebung vor zwei Jahren. Nur der Anteil der Mitglieder, die sich sehr stark mit ihrem Space verbunden fühlen, blieb konstant bei rund 30%. Ebenso blieb das Vertrauen zwischen den Mitgliedern stabil, zumindest was ihre Wertgegenstände betrifft. Etwas mehr als die Hälfte würde ihr Mobiltelefon ohne Angst vor Diebstahl jederzeit unbeaufsichtigt im Coworking Space liegen lassen, genauso viel wie vor zwei, allerdings etwas weniger als vor vier Jahren. Überraschenderweise geben jetzt auch mehr Mitglieder an, andere Coworker würden den Vornamen der befragten Mitglieder kennen (67%, 2013-14: 62%, 2011-12: 61%). 

Mitglieder nutzen Coworking Spaces intensiver

Ein erster, naheliegender Grund liegt vermutlich darin, dass Mitglieder ihre Coworking Spaces deutlich häufiger nutzen, und etwas öfter in Teams arbeiten. Fast drei Viertel aller Befragten ist mittlerweile mindestens drei Tage pro Woche in einem Coworking Space tätig, vor zwei Jahren war es nur jeder Zweite. Obwohl Coworking Space mehr Team- und Privatbüros anbieten, und sie auch entsprechend öfter genutzt werden, arbeitet die überwiegende Mehrheit allerdings weiterhin am häufigsten in gemeinsamen, offenen Arbeitsräumen (2015-16: 78%, 2013-14: 79%). Überraschend stabil blieb auch der Anteil kuratierter Coworking Spaces. Nur 15% aller Spaces machen eine Mitgliedschaft von einer vorher positiv beurteilten Bewerbung abhängig, bei denen zukünftige Mitglieder zum eigenen Profil passen sollen. Etwa 70% aller Coworking Spaces sind offen für alle Interessenten. Fast genauso viele wie vor zwei Jahren. 

Mehr Coworking Spaces werden in Vollzeit betrieben - die Teilzeitbetreiber dominieren weiterhin

Betrieben werden die meisten Coworking Spaces weiterhin von Personen, die (mindestens) noch einer weiteren Tätigkeit nachgehen. Allerdings sinkt ihr Anteil - auf jetzt 65% (2011-12: 73%). Fast jeder dritte Betreiber kümmert sich beruflich mittlerweile in Vollzeit um die betrieblichen Abläuf, vor vier Jahren war es nur jeder Fünfte.

Einen Goldrausch durch ihre Arbeit erwarten dabei die wenigsten für sich. Drei von vier Betreibern motiviert eine potenziell bessere Vernetzung mit anderen Personen. Ebenso möchte eine Mehrheit die Arbeitsbedingungen für andere Menschen verbessern und die Coworking-Bewegung im Allgemeinen durch ihre Arbeit unterstützen (jeweils 67%). Knapp ein Drittel geht davon aus, durch ihre Tätigkeit als Betreiber, neue Kunden und Projekte für ihre Nebentätigkeiten zu akquirieren.

Und wie profitabel laufen die Coworking Spaces?

Die Global Coworking Survey hält dazu mehrere Fragen bereit. Die selbsteinschätzenden Bewertungen der einzelnen Coworking Spaces befinden sich noch in der Erhebung und werden erst im Januar veröffentlicht. Gefragt nach der Profitabilität der Wettbewerber in ihrer Region, spreizen sich ihre Fremdeinschätzungen stärker als in früheren Befragungen. Ihren Aussagen folgend, existieren mittlerweile mehr Spaces, die profitabel ebenso wie umprofitabel arbeiten. Eine schwarze Null erwarten nur noch 35% aller Betreiber, vor vier Jahren waren es 43%. Da für mobile Endgeräte das Fragedesign vereinfacht wurde, kann das Antwortverhalten einen Vergleich mit den Vorjahren allerdings erschweren. 

 Nächste Seite: Der Ausblick für 2016

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Die Befragung läuft weiter!

Bis Ende November läuft die Global Coworking Survey. Die Fragen der in diesem Artikel vorgestellten Ergebnisse werden durch neue Fragen ersetzt. Teile deine Meinung unter: CoworkingSurvey.com

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