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co.up: Ein Coworking Space in Berlin.

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Die Zahl der Coworker verzweifachte sich im vergangenen Jahr weltweit. Weil sich im gleichen Zeitraum auch die Anzahl der Coworking Spaces knapp verdoppelte, bleibt ein einfacher Schluss übrig: Die neuen eröffneten Coworking Spaces nehmen älteren in der Summe keine Kunden weg. 46% der Coworker nutzen seit maximal elf Monaten einen Coworking Space, 24% starteten sogar ganz frisch in den letzten fünf Monaten ihre Arbeit in einem Coworking Space. Das Kundenwachstum ist ungebrochen. Im zweiten Teil der weltweiten Coworker Befragung lesen wir mehr darüber, wer die Coworker sind und woher sie kommen.

Die meisten Coworker sind Mitte zwanzig bis Ende dreißig, das Durchschnittsalter liegt bei 34 Jahren. Zwei Drittel von ihnen sind Männer, ein Drittel Frauen, was dem aktuellen Verhältnis bei den meisten Selbstständigen und Kleinunternehmern in Europa und den USA entspricht.

Etwas mehr als die Hälfte arbeitet allein auf eigene Rechnung (54%). Knapp 20% beschäftigen als Unternehmer noch weitere Angestellte. Ebenso ist jeder Fünfte in einem festen Angestelltenverhältnis tätig, die meisten von ihnen in besonders kleinen Unternehmen mit weniger als fünf Arbeitnehmern. Vier von fünf Coworkern starteten ihr Berufsleben mit einer universitären Ausbildung.

Die überwältigende Mehrheit der Coworker arbeitet im Bereich der Kreativwirtschaft und den Neuen Medien. Die meisten von ihnen als Web-Entwickler oder Programmierer, wobei die Grenzen zwischen den einzelnen Berufen fließend sind und häufig auch mehr als die Spezialisierung auf nur einen konkreten Beruf erfolgte.

Jeder Neunte gibt an, als Grafik- bzw. Webdesigner sein Einkommen zu verdienen. Genauso viele sind als Berater tätig, überwiegend mit Fokus auf der Kreativwirtschaft. Den vierten Platz belegen Coworker, die in der PR oder im Marketing arbeiten. Erwähnenswert oft suchen auch Journalisten, Schriftsteller, Architekten und Künstler im Allgemeinen einen Platz in einem Coworking Space.

Obwohl ein Großteil der Coworker allein arbeitet (39%), nutzen die Mehrheit die Coworking Spaces überwiegend für Teamarbeiten, insbesondere für Teams bei denen die Mitglieder häufiger wechseln (insgesamt 45%).

Mit der Arbeit in den Coworking Spaces gewannen die Coworker auch viele neue Bekanntschaften, denen sie einen helfenden Effekt auf ihre eigene Arbeit bescheinigen. 43% aller Coworker lernten innerhalb der letzten zwei Monate mindestens ein bis drei solcher Leute in einem Coworking Space kennen, weitere 43% sogar vier bis mehr.

Die Mehrheit nutzt die Arbeitsräume in den Coworking Spaces für kurzfristige Projekte. Jedes vierte Projekt läuft nicht über eine Dauer von einer Woche. Insgesamt sind fast zwei Drittel aller Projekte spätestens nach einem Monat abgeschlossen. Die Hälfte der Zeit verbringen die meisten Coworker dafür in einem Coworking Space, 28% geben an, dafür fast ausschließlich in dort zu arbeiten. Ein Drittel der Coworker nutzt die Coworking Spaces jedoch nur während eines geringen Teils ihrer Arbeitszeit.

Drei Viertel der Coworker wohnt in der Nähe ihres Coworking Spaces. 50% leben innerhalb eines Radius von drei Meilen, ein weiteres Viertel zwischen drei und sechs Meilen. Dabei wohnt die Hälfte aller Coworker in Großstädten mit mehr als einer Million Einwohnern. Ein weiteres Drittel in Städten zwischen 100.000 und einer Million Einwohnern.

Ein Boom von Coworking Spaces mitten unter Kühen ist daher auch für die nächste Zukunft nicht zu erwarten. Was nicht verwundert, da Kreativwirtschaftler allgemein größere Städte und ein urbanes Leben mit entsprechenden Einrichtungen bevorzugen, die ein Coworking Space allein nicht bieten kann.

Immerhin jeder dritte Coworker fährt jedoch oft in andere Städte, knapp die Hälfte von ihnen bereist sogar mehr als drei oder vier Städte pro Jahr. Über Angebote für Mitglieder, die ein sogenanntes Coworking Visa enthalten, würden sie sich sicher sehr freuen.

Bisher kennen 60% aller Coworker nur ihren derzeitigen Coworking Space und gehören zu den besonders treuen Kunden. Jeder Fünfte arbeitete mindestens einmal in einem anderen Coworking Space, jeder Vierte besaß sogar schon in drei und mehr Coworking Spaces eine Mitgliedschaft. Dennoch sind diese Coworker nur unwesentlich untreuer. Dieses Ergebnis steht in einem eindeutigen Zusammenhang mit ihrem ausgeprägteren Reiseverhalten.

Und was bringt den Coworker ihre Arbeit am Ende des Monats? Ein Viertel aller Coworker gibt an, mehr als das nationale Durchschnittseinkommen zu verdienen. 55% sehen sich genau im Mittel. Weniger als jeder Fünfte meint, nur von einem unterdurchschnittlichen Einkommen zu leben.

Am besten von allen verdienen Web-Programmierer und IT-Spezialisten sowie Coworker in beratenden Tätigkeiten. Im Mittel liegen Grafikdesigner, PR-Agenten, Architekten, Journalisten und Coworker in nicht-kommerziellen Geschäftsbereichen. Bei Künstlern sieht es bis zum großen Durchbruch erwartungsgemäß am schlechtesten aus.

Wenig überraschend, steigt das Einkommen auch mit zunehmendem Alter. Die Jüngsten der Befragten verdienen in der Regel am wenigsten. Auch der Berufsstatus besitzt Einfluss auf das Einkommen. Unternehmer, die bereits mehrere Angestellte beschäftigen, verdienen in dieser Befragung am meisten. Angestellte in kleinen Unternehmen werden am geringsten entlohnt. Freelancer ohne weitere Mitarbeiter liegen im Mittel.

An der Befragung nahmen 661 Teilnehmer aus 24 Ländern teil. Der nächste Teil blickt auf die Entwicklung der Coworking Spaces.

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Alle Artikel zur ersten weltweiten Coworking-Befragung:

Start: Was Coworker an ihren Coworking Spaces mögen

Teil 1: Was Coworker wollen

Teil 2: Wer arbeitet als Coworker?

Teil 3: Die Coworking Spaces

Teil 4: Coworking Girl vs. Coworking Boy

Teil 5: Coworker in den USA

Teil 6: MacOS vs. Windows - Firefox vs. Chrome

Teil 7: Coworking in Großstädten und Kleinstädten

Teil 8: Die (Noch)-Nicht-Coworker

Teil 9: Europa vs. Nordamerika

Teil 10: Die veränderten Bedürfnisse der Coworker mit der Zeit

Teil 11: Die Stärken kleiner und großer Coworking Spaces

Teil 12: Die Altersgruppen

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