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Coworking Spaces

Coworking schlägt alte Büros bei den Kosten um die Hälfte

Coworking Spaces schlagen alte Büros auch bei den Kosten.

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Wie attraktiv ist ein Schreibtisch in einem Coworking Space aus Sicht der Kosten? Die durchschnittlichen Realausgaben für Coworker wurden zum ersten Mal in einer weltweiten Studie berechnet – und mit den Durchschnittspreisen eines Arbeitsplatzes in normalen Büros verglichen. Coworking Spaces schlagen dabei die alten Büros deutlich. Hier sparen Personen knapp die Hälfte gegenüber einer normalen Büromiete – egal ob in den USA, in Spanien oder in Deutschland.

In den USA geben Coworker für einen permanenten Schreibtisch mit normaler Büroinfrastruktur und 24/7-Zugang 365 US$ im Monat aus. Ein Schreibtisch in einem üblichen Büro wäre mit 733 US$ dagegen fast doppelt so teuer.

Kaum anders die Lage in Kontinentaleuropa oder Großbritannien: Auf dem europäischen Festland zahlen die Coworker für den 24/7-Schreibtisch mit üblicher Büroausstattung durchschnittlich 259 €, mit einem Arbeitsplatz in normalen Büros kämen sie auf 581 €. In Großbritannien ist der Unterschied nicht ganz so groß, dort stehen 223 £ etwa 404 £ gegenüber. In London, einer der teuersten Bürostädte weltweit, nehmen die Differenzen jedoch wieder deutlich zu.

Dies ist das Ergebnis einer Studie von Deskwanted.com, eine neue Vermittlungsplattform für flexibel zu mietende Schreibtische in Coworking Spaces, Bürogemeinschaften und Business Centern. Anders als bei bisherigen Anbietern werden dabei auch die verschiedenen Preise und Ausstattungsvarianten von Coworking Spaces erfasst. Sie erlaubt den Coworkern so genauer, das für sie passende Angebot zu finden.

Für die normalen Büros wurden zusätzlich die Ergebnisse der britischen DTZ herangezogen. Sie erhebt als Berater für Immobilienentwicklung jährlich die durchschnittlichen Preise pro Arbeitsplatz in einem normalen Büro in 116 Regionen von knapp 50 Ländern. Für die Länder berechnete Deskwanted den Durchschnittspreis aller großen Städte eines Landes.

In der Deskwanted-Studie wurden auch die Preise für flexible zu wechselnde Schreibtische während der normalen Bürozeiten sowie die Preise für Tagestickets ermittelt. So geben Coworker für einen flexiblen Arbeitsplatz während der Bürozeiten in den USA durchschnittlich 192 US$ aus. In Kontinentaleuropa liegt der Betrag bei 195 € (256 US$). Im Vereinigten Königreich zahlt man im Schnitt £168 (262 US$).

Bei den Tagespreisen zahlen Coworker mit 23 US$ in den USA im landesweiten Durchschnitt am wenigsten. Auf dem europäischen Festland ist es jedoch mit 19€ (25 US$) nur unwesentlich teurer. Stärker werden Coworker in Großbritannien bei Tagespreisen zur Kasse gebeten (£ 23, US$ 31). Dort hebt sich London fundamental vom restlichen Teil der britischen Insel ab. Hier wird ebenso flexibler gearbeitet, was das höhere Angebot an Tagestickets und deren höhere Preise erklärt.

Die generell etwas niedrigeren Preise in den USA resultieren einerseits aus den Währungsschwankungen. Sie erlauben keine absoluten Vergleichsaussagen, weil sie die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten nicht berücksichtigen. Allerdings liegen in den USA auch die allgemeinen Durchschnittspreise für Büros unter dem europäischen Niveau, weil Kontinentaleuropa über viel mehr Millionenstädte mit hohen Büropreisen verfügt. In den USA gehören nur Washington, New York und Boston zu den Top-Standorten für hochpreisige Gewerbeimmobilien.

Deutliche Unterschiede zwischen Europa sowie den USA existieren dagegen in der Gestaltung der Preisangebote. Im nordamerikanischen Raum sind sie vielfältiger, wesentlich mehr Coworking Spaces bieten beispielsweise Verträge für eine begrenzte Anzahl von Arbeitstagen im Monat, es existieren sogar oft extra Angebote für die Nacht- oder Wochenendzeiten, die in Kontinentaleuropa und Großbritannien weitgehend unbekannt sind.

Im Umkehrschluss verstetigt sich in Europa der Trend zu wenigen, standardisierten Modellen, die im Preis bereits eine umfangreichere Nutzung der Büroausstattung umfassen.  Weil sich Coworking als junge Industrie noch in der Entwicklung befindet, die geeignete Geschäftsmodelle testet, wird die Standardisierung und die Konzentration auf weniger Preispakete in der Zukunft auch allgemein eher zu- als abnehmen.

Ein weiteres Ergebnis betrifft die Entstehungsgeschichte der Coworking Spaces. Sie entstanden interessanterweise nicht dort zuerst, wo die klassischen Büropreise am höchsten lagen. Coworking Spaces hätten hier auf Grund ihrer niedrigeren Preise sofort ein großes Publikum gefunden. In ihrem Mutterland, in den USA, existieren jedoch bis heute nur wenige Coworking Spaces in den teuren Bürostädten Washington und Boston. New York bildet wegen seiner Einwohnerstruktur mit mehr kreativen Freiberuflern eine Ausnahme.

In den ersten Städten mit Coworking Spaces wie San Francisco stimmte jedoch nicht nur das kreative Umfeld. Dort erlaubte die gleichzeitig geringere Nachfrage nach Büros und niedrigere Preise die Entstehung dieser neuer Büroform. Sie boten erst das geeignete Experimentierfeld und damit den Nährboden für Coworking Spaces. Aus dem gleichen Grund entwickelte sich Berlin mit seinen günstigen Mieten, der vielen leeren Büroimmobilien und den zahlreichen Kreativen zur Stadt mit den meisten Coworking Spaces in Europa.

Ebenso ermöglicht diese Studie einen potenziellen Blick in die zukünftige Preisentwicklung von Coworking Spaces. Zumindest dort, wo sie überdurchschnittlich an Akzeptanz gewannen, ziehen die Preise deutlich stärker an als die Preise alter Büros. So liegt San Francisco mit 505 US$ pro Arbeitsplatz in alten Büros im preislichen Mittelfeld der USA. Für einen voll ausgestatteten Schreibtisch mit 24h-Zugang im Coworking Space müssen Coworker im Schnitt bereits 428 US$ zahlen, mehr als im teuren New York. Andererseits zeigt es auch, Coworking Spaces bieten viel mehr als nur Kostenvorteile gegenüber einem normalen Büro - die Zusammenarbeit mit anderen Menschen ermöglicht noch weitere, positive Synergieeffekte.

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