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Österreich mag klein sein. Die Alpenrepublik besitzt jedoch, ähnlich wie die Niederlande, mit die weltweit höchste Dichte an Coworking Spaces, verglichen mit der Zahl der Einwohner. Bereits vor zehn Jahren öffneten mit der Schraubenfabrik die ersten gemeinsamen Arbeitsräume, die das Konzept heutiger Coworking Spaces vorwegnahmen. Wir besuchten das Geburtstagsfest der "Mutter aller Wiener Coworking Spaces" und viele andere Coworking Spaces in der Hauptstadt sowie in und an den Bergen.

Vor kurzem feierte der erste Coworking Space Wiens seinen zehnten Geburtstag, auch wenn damals der Begriff dafür noch nicht existierte. Seit zwei Jahren wächst die Coworking Bewegung auch in anderen Teilen Wiens und Österreichs rasant und differenziert sich weiter aus.

Die Schraubenfabrik feierte letzten Monat ihren 10. Geburtstag und versammelte fast die gesamte österreichische Coworking Bewegung in ihren Räumen. Dass die Spaces mit ihren Mitgliedern wachsen, wurde spätestens am Nachmittag klar, als mindestens 50 Kinder die Schraubenfabrik besuchten. 

Die Gründer der Schraubenfabrik Stefan Leitner Sidl und Michael Pöll expandierten bereits mit der Hutfabrik und dem Rochuspark vor fünf und acht Jahren mit zwei weiteren Spaces in Wien. Mit zusammen mehr als 100 Arbeitsplätzen und noch wesentlich mehr Mitgliedern bilden sie das Konnex-Netzwerk. Seit ihrem dritten Space setzen sie auf qualitatives statt quantitatives Wachstum, obwohl Stefan Leitner Sidl weiterhin sehr viel Potenzial in dem Konzept sieht.

Wie kann also ein Coworking Space qualitativ wachsen? Zum Beispiel mit einem zusätzlichen Angebot an lokalen Services wie Carsharing oder Gemüsekistl (frisches Gemüse auf Bestellung), die Mitglieder des Konnex-Netzwerkes nutzen können. An der Attraktivität der drei Locations zweifelt keiner, vor allem nicht, wenn so viele Mitglieder zur Geburtstagsfeier kommen.

Lange Zeit gehörten die Konnex-Spaces neben Yurp, die 2007 in einem alten Kino eröffneten, und den Gemeinschaftsbüros von Dreamingschatz oder Smartspaces zum einzigen Angebot in Wien dieser Art. Bis im Jahr 2010 zwei weitere, richtige Coworking Spaces hinzukamen. Im Mai letzten Jahres öffnete das HUB Vienna. Sektor 5 startete im September. Zwei unterschiedliche Spaces mit verschiedenen Zielgruppen.

Sektor 5 spricht vor allem die Gründerszene im Bereich Web/Mobile. Das HUB Vienna bietet einen Kreativ- und Inspirationsraum für Sozialunternehmer und für solche, die es werden wollen. Seit der Gründung konnte das HUB seine Mitgliederzahl auf 230 Personen steigern und möchte seine Community weiter ausdehnen. Sektor 5 hat ebenso Wachstumspläne und beide Spaces arbeiten derzeit an mehr Angeboten für kleine Start-up-Teams.

Ein weiterer Coworking Space, der letztes Jahr in Wien eröffnete, ist das Loffice. Gegründet von zwei Schwestern die zwei weitere Spaces in Budapest betreiben. Wie in in ihrer Heimatstadt vernetzen sie ihre Spaces über Vernissages mit der lokalen Kunstszene und zeigen daher vor allem Kunst aus Ungarn. Außerdem entwickelten sie ihren Space als Anlaufstelle für osteuropäische Unternehmende, die in Wien arbeiten möchten. Die Stühle zum Arbeiten scheinen von alpinen Wiederkäuern inspiriert. Mit regelmäßigen Veranstaltungen und Workshops zu verschiedensten Themen bringen sie auch Leute zusammen, die sich nicht nur für Kunst interessieren.

Dieses Jahr eröffneten Neno und das Treibhaus. Beim Treibhaus handelt es sich um ein Projekt der Unternehmer Hannes Offenbacher und Nicole Arnitz, die sie im Haus des Gewerbevereins im ersten Bezirk realisierten. Mit Bene als Büromöbelausstatter und den ersten Mietern im Bereich Clean Technology legten sie bereits den Grundstein fürs gemeinsame Arbeiten.

Neno möchte eine breitere Zielgruppe ansprechen. Die gehobener eingericheten Räume befinden sich in hochwertigen Lagen der Stadt und funktionieren dabei als Wertanlage für die Investoren. Statt in Zinshäuser wird in Coworking Spaces investiert. Den Mehrwert bieten hier kein Netzwerk, bei Neno kauft man Zutrittszeit, die minutengenau abgerechnet wird. Was sie ebenfalls von anderen Coworking Spaces unterscheidet, sind die selbst entwickelten, versperrbaren Tische.

Im letzten Jahr öffneten auch außerhalb Wiens neue Coworking Spaces. Beispiele dafür sind der Hafen 11 in Klagenfurt, der Daxbau in Linz, die Managerie in Graz und der CoWorking Space Salzburg. 

Der CoWorking Space Salzburg öffnete letzten Sommer zunächst in einer temporären Location, mit dem die Initiatoren Leute für ihr Konzept begeistern und testen konnten. Es funktionierte so gut, dass sie seit Anfang des Jahres im Technologiepark an einem festen Standort arbeiten. Insgesamt bietet der Salzburger Space Platz für 35 Personen und zahlreiche Events.

Für Projektbewertungen führten sie das Format „ Food for Feedback“ ein. Ein Mitglied des Spaces kocht und erhält dafür Feedback zu einer Idee. Die Gründerin Romy Sigl denkt bereits über eine Erweiterung nach, vor allem an einem Coworking Space mit integrierter Kinderbetreuung, den sie innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre errichten möchte.

Der Hafen 11 wird von der Stadt Klagenfurt unterstützt und bietet Leuten aus der Kreativwirtschaft günstige Arbeitsräume mit Blick auf den Lendkanal (der wiederum in den Wörthersee fließt). Die Gründern initiierten das Creative Cluster Carinthia, mit dem sie die Kreativwirtschaft in Kärnten besser vernetzen möchten.

Seit mehr als einem Jahr existiert mit dem Daxbau auch ein Coworking Space in Linz. Wie der Name ausdrückt, gehört er zu den kleineren, dafür gemütlicheren Spaces. Auf 100qm können sechs Leute arbeiten, dafür gibt es noch einen zusätzlichen Meetingraum. Ein weitere Initiative plant derzeit die Gründung eines zweiten Coworking Spaces in Linz.

Die Managerie befindet sich in Graz Lend am „Hier-ist-Platz“ Platz. Managerie steht für Organisieren: Mit Projektkonzeption, PR & Marketing, Social Media, Sponsoring und Fundraising bieten die Betreiber viele Services aus ihrem ursprünglichen Beruf an, die Unternehmen und Start-ups suchen. Die meisten Projekte realisieren sie im Kulturmanagement. Im Mai nahmen sie bereits ihre zweite Location in Betrieb. Arbeitsplätze in ihren Räumen bieten sie schließlich auch. Ebenfalls in der Stadt findet sich das BCN Graz.

Neben den Landeshauptstädten existieren auch in kleineren Städte einige Coworking Spaces. Schon länger dabei ist das Net Culture Lab in Dornbirn. In Leoben und Villach sehen die Städte in Coworking ein großes Potenzial für ihre Stadtentwicklung, und planen Spaces, damit weniger junge Menschen in die großen Städten abwandern. Außerdem existiert eine Initiative in Kärnten, die zusammen mit Coworking Slovenia und Coworking Croatia gerade ein länderübergreifendes Coworking Netzwerk aufbauen.

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