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Coworkers, Coworking Spaces

Coworking in den USA und der EU

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Die Entwicklung der Coworking Communities hängt nicht nur vom eigenen Space ab, sondern auch von den Räumen um sie herum. In der Global Coworking Survey verglichen wir die beiden größten Coworking Regionen miteinander. Das größere Platzangebot und die geringere Bevölkerungsdichte bescheren den USA größere Coworking Spaces. Sie starten von Anfang an mit einer größeren Fläche und mehr Mitgliedern, dafür tauschen sich Coworking Spaces in Europa intensiver miteinander aus, weil sie sich in den dichter besiedelten Regionen mit kürzeren Distanzen einfacher verbinden können.

Wenn Coworking Spaces in den USA neu eröffnen, dann stehen vom Start weg doppelt so viele Plätze für neue Mitglieder bereit als in der EU. Der Grund dafür erklärt sich im durchschnittlich höherem Platzangebot der Umgebung, die den Spaces geringere Mieten oder größere Flächen als in der EU ermöglichen.

Während sich die Mehrheit der europäischen Coworking Spaces in (teureren) dichtbesiedelten Millionenstädten befindet (54%), sind es in den USA nur ein Drittel. Umgekehrt arbeitet ein Drittel der US-Spaces vor allem in suburbanen, aber auch ländlichen Orten mit weniger als Hundertausend Einwohnern. In der EU ist es nur jeder zehnte. Noch extremer schaut es bei den Mitgliedern aus. 70% aller europäischen Coworker finden sich in den Millionenstädten, in den USA sind es nur halb so viele.

Mehr Platz bedeutet nicht automatisch mehr Mitglieder, aber mehr Möglichkeiten dafür, und die werden in den USA auch entsprechend genutzt. So kommt ein durchschnittlicher Coworking Space in den Staaten auf 44 Mitglieder, in der EU sind es etwa 30.

Die Europäer arbeiten öfter an der Kapazitätsgrenze und können gerade deshalb nicht im gleichen Tempo die Gewinnschwelle erreichen. In den USA wirtschaftet jeder zweite Coworking Spaces im nachhaltigen Plus, in der EU sind es 30%, obwohl sich ihre Durchschnittsalter mit 18 zu 16 Monaten kaum unterscheiden (im Vergleich zu normalen Start-ups refinanzieren sich europäische Coworking Spaces trotzdem schnell). Der durchschnittliche Coworker ist in USA seit 15 Monaten Mitglied, der europäische Coworker arbeitet seit 12 Monaten in einem Coworking Space.

Weil vor allem ein begrenztes Platzangebot die geringere Profitabilität erklärt, besitzen die Europäer fast den gleichen Expansionswilen wie die profitableren US-Spaces. Fast zwei Drittel expandier(t)en dieses Jahr auf beiden Seiten des Atlantiks. In der EU etwas häufiger innerhalb der Arbeitsräume. Es werden also eher Flächen nebenan, darüber oder darunter angemietet. In den USA ist es dafür öfter eine neue, weitere Location.

Das Platzangebot wirkt auch auf das Workspace Design. Wo mehr Flächen vorhanden sind, differenzieren sich die Arbeitsräume weiter aus. In den USA bieten mehr Spaces einen Mix aus großen offenen und kleineren privaten Räumen, sowie mehr flexible Plätze. In der EU ist dagegen der ausschließlich große, offene Arbeitsräume mit einem fixen Tisch für die Mitglieder wesentlich häufiger zu finden.

Wo größere und flexiblere Flächen vorhanden sind, können mehr Events stattfinden. Ein Coworking Space in den USA zählt im Monatsmittel etwa 7 Veranstaltungen, in Europa sind es 5.

Mit steigendem Platzangebot steigen die Distanzen, die sich auch auf die Interaktion zwischen den Coworking Spaces auswirken. Europäische Coworking Spaces tauschen sich auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene öfter intensiver aus - oder gar nicht.

In den USA sind die Verbindungen sporadischer. Innerhalb des Landes bestehen insgesamt mehr, aber dafür lockere Verbindungen zueinander. Der internationale Austausch ist geringer als in der EU, was jedoch schlicht an der Größe der USA liegt. In der EU liegen auf kleinerem Raum 27 Nationalstaaten.

Ohne die Mitglieder läuft kein Coworking Space. Wo Leute enger und weniger segregiert wohnen, und staatliche Sozialsysteme die Allgemeinheit (etwas) besser absichern, besteht ein geringeres Bedürfnis nach Gemeinschaft - oder ein geringeres Defizit davon. In den europäischen Ländern ist der Zugehörigkeitswunsch zu einer Gemeinschaft im Mittel deutlich geringer ausgeprägt. In den USA gehört die Mitgliedschaft zu einer starken Gemeinschaft dagegen zu den wichtigsten Arbeitsfaktoren der Coworker.

Die Europäer lieben dagegen vor allem die flexiblen Arbeitszeiten, die ihnen die Spaces bieten (96%!). Interaktionen mit anderen Leuten bei der Arbeit (Platz 2) sind ihnen fast ebenso wichtig wie den US-Amerikanern (Platz 1). Der größte Unterschied findet sich bei der interdisziplinären Arbeit, die in den USA deutlich häufiger nachgefragt wird.

Und wie wirkt sich die Arbeit in Coworking Spaces auf die Mitglieder aus? Egal ob in der EU oder den USA, alle Coworker fühlen sich (fast) gleichermaßen nicht mehr isoliert, erweitern ihre sozialen Netzwerke und steigern ihre Produktivität und ihr Selbstbewusstsein.

Coworker in den USA berichten allerdings öfter von einem verbesserten Gesundheitszustand als die Europäer, seit sie coworken. Eine mögliche Erklärung:  die Europäer können unabhängig vom Arbeitsort und trotz der zunehmenden reduzierten Leistungen - auf ein Sozial- und Gesundheitsystem bauen, dass besser ihre Basisbedürfnisse absichert.

Weil Coworking Spaces gegenüber anderen Arbeitsorten in den USA etwas mehr Vorteile und Möglichkeiten bieten, sind sie in den Staaten etwas beliebter als in der EU (8,5 zu 8,1 von 10 möglichen Punkten). Trotzdem stellen sie auf beiden Seiten des Atlantiks einen großen Erfolg dar - für die Spaces wie für ihre Mitglieder.

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Die zweite weltweite Coworking Befragung:

1) Wie Coworking Spaces geboren werden

2) Arbeiten Coworking Spaces profitabel?

3) Interaktionen in und zwischen Coworking Spaces

4) Die Coworking Vorhersage 2012

5) Die Coworking Space Mitglieder

6) Was Coworking Mitglieder wollen

7) Die Entwicklung der Coworking Spaces

8) Wie Freelancer, Angestellte und Unternehmer coworken

9) Die Ex-Coworker und Noch-nicht-Coworker

10) Coworking in den USA und der EU

11) Coworking in kleinen und großen Städten

12) Vom Heimbüro in den Coworking Space

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