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Coworking auf der CeBIT

Das Coworking Camp auf der Cebit

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Die CeBIT ist die weltweit größte Messe für IT und Telekommunikation und findet einmal im Jahr auf dem größten Messegelände der Welt in Hannover statt. Mögen die Besucherzahlen und die weltweite Bedeutung mit der fast zeitgleich stattfindenden Mobile Congress in Barcelona und der SXSWi in Austin stetig zurückgehen, zog sie fast wieder 300.000 Besucher an, mehr als beide anderen Konferenzen zusammen. Zwischen dem 5. und 9. März diesen Jahres ging es dort wieder zur Sache: auf fast 500.000qm, verteilt auf 17 Hallen, wurden die neuesten Technologien und Trends vorgestellt. Und auch ein Coworking Camp war wieder mit dabei.

Zwischen den Massen und den ganzen wichtigen Geschäften, stand eine von Buckminster Fuller inspirierte geodätische Kuppel: das Coworking Camp. Mit Liebe zum Detail und mathematischer Präzision bauten die Betreiber vom Edelstall aus Hannover diese Kuppel aus alten Lattenrosten zusammen. Ein entspannter Zufluchtsort im wirren CeBIT Gewusel, gefüllt mit netten Leuten in Jeans und Strickmützen (nein, kein Hipster-Haufen, es war nur wirklich sehr kalt.)

Es war das zweite Jahr des Coworking Camps auf der CeBIT. Während der Stand letztes Jahr noch sehr klein war und im Congress Centrum versteckt wurde, waren es dieses Jahr etwa 100qm inmitten der Halle 17, die man unmöglich verfehlen konnte. Es stand gleich neben dem Pressezentrum.

Kollaboration

Das Coworking Camp war ein Kollaborationsprojekt von drei Coworking Spaces aus Niedersachen. Schiller40 aus Wolfsburg, .space aus Osnabrück und Edelstall, die Connection aus Hannover haben sich verbündet, und das Camp in nur zwei kurzen Wochen auf die Beine gestellt. Es war eine intensive Zeit, geprägt von viel Arbeit und sehr wenig Schlaf, aber die Ergebnisse konnten sich sehen lassen.

Beim Coworking ging es immer schon um Kollaborationen, da ist es schön zu sehen, dass diese nicht nur innerhalb der Spaces, sondern auch zwischen ihnen funktionieren. Die drei beteiligten Spaces sind sehr unterschiedlich, jeder hat sein eigenes Fachgebiet, und konnten sich so gegenseitig ergänzen. Jeder macht das, was er am besten kann. Wolf Goertz, der Gründer des .space, meinte, es war klasse mitanzusehen wie schnell man so ein großes Projekt stemmen kann, wenn man ein tolles Team um sich herum hat: „Das war mit Sicherheit eine der schnellsten und besten Kooperationen, die man so findet“, fügte er hinzu.

Shareconomy

Shareconomy war das Leitthema der diesjährigen CeBIT und stellte so die perfekte Plattform für Coworking dar. Teilen und tauschen ist das, was Coworker schon immer gemacht haben, lange bevor es den Massenmarkt der Technologie erreichte. Christian Cordes vom Schiller40 sagte, sie wollten Coworking auf die Bühne bringen, und der Welt zeigen wie die wahre Shareconomy im Kontext neuer Arbeitsformen aussieht.

Es ist kein rein digitales Phänomen im Internet. Shareconomy passiert dort, wo sich echte Menschen im realen Leben treffen. Die digitalen Medien sind hierbei ein wichtiges Hilfsmittel, um die Brücke in die Wirklichkeit zu schlagen. Ziel des Coworking Camps war es, dieses Konzept der breiten Messe-Masse näherzubringen, und etwas Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit zu betreiben.

Dazu hatten die Spaces ein umfangreiches Programm für die Messetage aufgestellt. Der Tag am Camp begann mit einem Community Frühstück, gefolgt von ein paar Stunden freies Arbeiten für alle. In den Nachmittagsstunden präsentierten StartUps ihre Projekte. So entwickelte sich das Camp zu einem großartigen Ort, um interessante Leute und deren Projekte kennenzulernen. Networking ist auch ein wichtiger Teil des Coworkings.

„Makerbot“ stellt sich vor

Einer der Stars des Coworking Camps war definitiv der makerbot 2: ein 3D-Drucker, der für einen konstanten Menschenauflauf am Camp sorgte. Menschen kamen und starrten begeistert wie diese kleine Maschine den ganzen Tag kleine Dinge druckte. Und weil schauen alleine irgendwann keinen Spaß mehr bringt, bot das Coworking Camp auch gratis Workshops an, die schon eine Woche vor Messebeginn ausgebucht waren. Die verschiedenen 3D-Drucker am Markt wurden vorgestellt, die Teilnehmer lernten wie man die Modelle auf dem Computer baut und durften selbst ein bisschen mit dem Drucker experimentieren.

„Was macht ihr da eigentlich?“

Viele Messebesucher sind zufällig auf das Camp gestoßen und hatten keine Ahnung, was dort eigentlich abging. Sie blieben vor der Kuppel stehen, ohne sich hinein zu trauen und starrten die Coworker, die drinnen saßen verwundert an, als handle es sich dabei um exotische Tiere in einem schicken, selbstgebauten Käfig. Als sie merkten, dass sie davon nicht schlauer werden, gingen sie endlich auf jemanden zu und fragten: „Sag’ mal, was macht ihr hier eigentlich?“ Das Camp-Team nahm sich Zeit und erklärte jedem, der es wissen wollte, geduldig das Coworking Konzept.

Auch wenn die meisten dieser zufälligen Besucher selbst vermiutlich keine Coworker werden, konnten elementare Punkte des Coworking-Konzepts auch visuell vorgestellt werden, um zu zeigen, dass eine andere Form des Lebens und Arbeitens möglich ist. Und vielleicht, vielleicht konnte das Modell sie ein bisschen neidisch machen, weil sie tagein tagaus in den altmodischen Büros eines Großkonzerns sitzen müssen.

Im Rückblick

„Es war ganz schön viel los, und mit ein bisschen mehr Vorlaufzeit, hätte es ein wenig professioneller sein können,“ sagte Wolf. Andererseits war es genau das kreative Chaos, dass das Camp zu dem gemacht hat, was es war: ein entspannter und einladender Ort für jene, die dem Messegetümmel kurz entkommen wollten - und für jene, die neue Arbeitswelten kennen lernen wollten.

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