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Coworking a la Española – kreative Wege aus der Krise in Madrid

La Fábrica de Cajas - die Schachtelfabrik

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La Manual

„Die Manuelle“ ist eine kleiner Coworking Space, der auf handwerkliches ausgerichtet ist. So findet man neben den „normalen“ Coworking Arbeitsplätzen auch Nähmaschinenplätze die sogar stundenweise angemietet werden können.

Sandra und Zalua, die beiden Gründerinnen, kommen eigentlich aus der Kostümbildnerei, arbeiteten vorher für Fernsehen und Theater. Mit  La Manual stellten sie etwas Eigenes auf die Beine. Im Oktober 2012 eröffnet, hat der Space trotz des komplementären Namens nichts mit der benachbarten La Industrial zu tun. Es war Zufall, dass die beiden Spaces relativ zeitgleich im gleichen Viertel eröffneten.

Hier fühlen wir uns irgendwie sofort zuhause, als wir den Laden betreten. Wir laufen einmal gerade durch und landen im kleinen Hinterhof, den sie sich mit den Nachbarn teilen und Hingabe Tomaten und Salat züchten.

Auch die nur sechs Plätze tragen zum „Zuhause-Feeling“ bei. Einer für ganztags und einer für halbtags am Nachmittag war noch zu haben, als wir sie besuchten.

Aber selbst wenn diese ausgebucht sein sollten, bietet sich ein Besuch an - für regelmäßige Workshops und Kurse rund ums Thema Kunsthandwerk. Von Pop-Up-Büchern für Kinder, über Seife, urbane Gärten bis hin zu Häkeln und Nähen kann man alles lernen und seine Fingerfertigkeiten weiter entwickeln. 

La Fábrica de Cajas

Die Schachtelfabrik befindet sich technisch gesehen im benachbarten Conde Duque, aber dennoch nah genug um ihn mit einzubeziehen. La Fábrica de Cajas ist einer der älteren Spaces in dieser Gegend und existiert schon seit Januar 2010.

Bevor dieser Ort zu einem Coworking Space wurde, wurden hier tatsächlich Karton-Boxen produziert. Angefangen haben sie als Bürogemeinschaft von zwei Agenturen, später wurde es zu einem kleinen Coworking Space mit 10 Plätzen, aber mittlerweile ist es wieder eher eine Bürogemeinschaft, erzählte Luis, einer der Coworker, der selbst erst seit Januar 2013 dort eingemietet ist.

Alle Plätze sind fix vergeben, jeder hat einen eigenen Schlüssel und alle kennen sich sehr gut und arbeiten eng zusammen.  „Das wichtigste für uns ist, uns gegenseitig zu unterstützen und einander zu helfen.“ Hier wird hauptsächlich gearbeitet, zum Networken mit Coworkern von außerhalb geht es dann immer mal wieder zu den Kollegen von utopic_US. Zu denen haben sie eine besondere Beziehung, zumal einige von ihnen früher dort gearbeitet haben.

Catharsis

Wenn ihr ein wenig seelische Reinigung benötigt um über die omnipräsente Krise hinwegzukommen, seid ihr hier genau richtig. „Wir sind kein Coworking Space!“ stellt Manu, einer der Gründer gleich am Anfang unseres Besuchs klar. Catharsis vermietet keine Tische, aber sie vermieten Meetingräume und bieten arbeitswütigen Besuchern Platz und Internet zum Preis eines Kaffees.

Hier geht es um viel mehr als nur das gemeinsame Arbeiten. „Espacio de ideas“ steht auf dem Schild am Eingang. Das hier ist ein Raum für Ideen. Die Krise ist hier nicht existent, bzw. wird als etwas Positives gesehen. Früher war Manu Elektriker, heute führt er gemeinsam mit seiner Freundin Marta und einer Handvoll guter Freunde den Laden.

Ursprünglich wollten sie ein Magazin gründen, mit der Zeit passte ein physischer Ort viel besser zu ihrem Konzept. So öffenete Catharis im Januar 2013. Seither bieten sie vier verschiedene Räume für Meetings und ähnliches an, die man auf Stunden- oder Tagesbasis mieten kann. Nebenher kollaborieren sie unter anderem mit einem Online Blumenladen, der bei unserem Besuch gerade ihren Pop-Up-Shop im Catharsis aufgebaut hat. Im Fenster wurden frische Schnittblumen drapiert, der Laden roch nach Blumen und Kaffee.  Im hinteren Raum fand eine Kunstausstellung statt.

Es ist kein richtiger Coworking Space, aber ein großartiger Ort mit einer tollen Community, um die derzeitige Krise optimistisch zu meistern: „Hör auf die Zeitung zu lesen und die Nachrichten zu verfolgen und du wirst ein glücklicherer Mensch sein,“ sagte Manu zum Abschied.

Sie fliehen nicht vor der Realität, sie schaffen sich ihre eigene, und wenn wir zwischen der bitteren Realität vor den Türen und der kathartischen Realität in Malasaña wählen könnten, dann wären wir definitiv bei Catharsis. 

Der Vollständigkeit halber wollen wir hier an dieser Stelle erwähnen, dass auch DCOLLAB und El Patio zur Coworking Landschaft Malasañas gehören. Mehr Infos zu diesen Spaces findet ihr im Artikel über Coworking in Madrid.

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