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Espíritu 23

In der Calle Espíritu Santo 23 befindet sich dieser Space, die auch Namensgeber für diesen Ort war. Wörtlich übersetzt ist es die Straße des heiligen Geistes, das heilige haben sie im Namen weggelassen und bleiben nur beim Geist. Sei dies nun der Teamgeist, der sie anspornt zusammen zu arbeiten, oder der Zeitgeist, der Coworking-Bewegung, der sie dazu bewogen hat, diesen Space im Juli 2012 zu eröffnen.

Gleich als wir uns dem Space nähern, sticht die auffällige Fassade, die mit Wandgemälden im Stil von Seemanns-Tattoos der 50er Jahre dekoriert ist, ins Auge. Drinnen schreiten wir durch die Gemeinschaftsküche in den relativ übersichtlichen Arbeitsbereich. Etwa 28 Coworker haben hier ihren Arbeitsplatz. Bunt gemischt, wie es sich für einen Coworking Space gehört, reihen sich hier Anwälte an Grafiker, Programmierer und Startups aneinander. Wer hier arbeiten möchte, sollte sich beeilen, es gibt nämlich nur noch etwa 5 freie Plätze.

Besonders spannend wird es im Espíritu 23, wenn man sich umdreht, den Arbeitsraum wieder verlässt und durch die Nebentür in den Keller hinabsteigt. Hier ist Platz für alles, wofür oben kein Platz mehr war.

Laura, eine der Gründerinnen, führt uns durch das labyrinthartige Kellergewölbe geführt. Sie bieten hier nicht nur Yoga- und Pilates-Kurse an, sondern führen auch immer wieder Theatervorstellungen auf. Kein normales Theater, sondern wanderndes Theater wird hier gespielt - entlang des verwinkelten Grundrisses, wo die Zuschauer den Schauspielern durch die einzelnen Räume folgen und somit die Darstellungen aus sehr individuellen Perspektiven erleben.

Und weil die Spanier, entgegen der allgemeinen Meinung auch sonntags nicht faul sind, gibt es im Espíritu 23 ein Mal im Monat einen Flohmarkt, den Abelita Market. Nicht mehr genutzte Dingen werden hier zu einem zweiten Leben verholfen.

MIMA espacio creativo

Gleich ums Eck gelangt man schon zum nächsten Space: MIMA – der neueste Zuwachs in der Coworking-Szene Malasañas. Gerade erst im Februar 2013 eröffnet, betreibt Cristina mit ihrem Partner diesen Ort. Ursprünglich als Schulungszentrum geplant, wo Kurse und Workshops aus allen kreativen Richtungen stattfinden, kam das Coworking-Angebot später dazu.

Durch große, zur Straße ausgerichtete Fenster, scheint die Sonne in den Hauptraum, wo sich ebenerdig die sechs Coworking Plätze befinden. Liebevoll dekoriert mit 500 japanischen Buntstiften, die zu einem Wandbild arrangiert sind. Eine alte Olivetti Schreibmaschine lädt die Gäste und Besucher dazu ein, Nachrichten für das Gästebuch zu hinterlassen.

Über eine offene Treppe gelangen wir auf die Galerie, die als Workshop-Bereich genutzt wird. Kurse die einen abgeschlossenen Bereich und mehr Privatsphäre benötigen, werden im Keller abgehalten.

Für die Grafikerin Cristina ist Coworking nichts Neues. Bevor sie MIMA gründete, arbeitete sie im Studio Banana im Norden der Stadt. Sie erzählt uns, dass sie eigentlich schon immer einen eigenen Space eröffnen wollte - natürlich nicht im Sinne von alleine arbeiten, versteht sich. Teilen würde sie ihren Space sehr gerne und ist noch auf der Suche nach Coworkern, die hier arbeiten möchten.

La Industrial

La Industrial, „die Industrielle“, ist der größte Coworking Space in dieser Gegend und bietet auf 400qm Platz für etwa 60 Coworker. Er eröffnete im November 2012 und gehört zu den klassischsten Spaces der Gegend. (Falls man bei Coworking überhaupt von „klassisch“ reden kann). Im großen, offenen Raum arbeiten derzeit 35 Coworker. Dazu gibt es zwei kleine Meeting Räume und einen größeren Konferenzraum, der kurz vor unserem Besuch noch für eine temporäre Ausstellung genutzt wurde. Die Überreste lagen noch herum - kreatives Chaos vom Feinsten.

Selbstverständlich gibt es auch eine Küche, in der sich die Coworker selbst versorgen können. Einer der wohl interessantesten Teile dieses Spaces ist die Werkstatt, in der zwei Restauratorinnen alte Museumsstücke wieder auf Hochglanz bringen.

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