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Wenn man an Spanien denkt, denkt man an Siesta, Tapas und in den letzten Jahren auch immer öfter an die Wirtschaftskrise. Menschen verlieren ihre Arbeitsplätze. Firmen bauen gesamte Abteilungen ab. Und vor allem junge Leuten finden keine neuen Berufsperspektiven. Also daheim bleiben und Trübsal blasen oder sich selbständig machen, mit etwas, was man eigentlich immer schon tun wollte? Deskmag besuchte Madrid und nahm die Situation und Stimmung vor Ort in den Coworking Spaces in einem besonderen Stadtteil, in Malasaña unter die Lupe.

Spanien hat nach den USA und Deutschland die höchste Dichte an Coworking Spaces weltweit und es werden stetig mehr, aber Coworking in Spanien ist ein wenig anders als im Rest der Welt.

Die Teilzeit-Coworker

Die meisten Spaces bieten neben Vollzeit-Tischen auch Halbtags-Tische an. Man kann sich also zu einem reduzierten Preis einen Vormittags- oder Nachmittagsplatz mieten. Für uns Nicht-Spanier mag das ein wenig seltsam klingen, aber es funktioniert. Die Betreiber von La Manual sagten, die Nachfrage nach dieser Art von Arbeitsplatz sei sogar höher als die für Vollzeitplätze. Viele Coworker haben noch an einen anderen Job und arbeiten in den Spaces an ihren Nebenprojekten. Also geht es am Vormittag ins Corporate Office und nach der Siesta auf zum Coworken, oder eben andersrum.

Die Krisen-Verweigerer

Wenn man in Spanien lebt und arbeitet ist man ständig damit konfrontiert: Krise hier, Krise da, Korruptionsskandal dort. Nicht so bei den Coworkern: „Das Wort ‚Krise’ haben wir aus unserem Vokabular gestrichen!“ erklärte Manu von Catharsis. Wir werden noch depressiv, wenn wir uns ständig damit auseinandersetzen, also ignoriert man das aktuelle Tagesgeschehen und zieht sein Ding durch, Krise hin oder her. Das geht natürlich am besten, wenn wir dabei nicht alleine sind.

María, eine Coworkerin aus utopic_US arbeitete früher als Juristin. Nachdem sie ihren Job verlor, führt sie Leute als Reiseführer durch Madrid und hält regelmäßig Workshops für Touristen ab. Viele Coworker sehen die Krise nicht als Bedrohung, sondern als Chance, sich endlich selbst zu verwirklichen und neu zu erfinden.

Die neuen Orte

Wir berichteten bereits im Juni 2012 über Coworking Spaces in Madrid. Seither öffneten wieder viele neue Arbeitsorte in der spanischen Hauptstadt. Besonders ein Viertel sticht hierbei hervor: Malasaña.

Malasaña ist schon lange kulturelle Zentrum der Stadt. Nach Francos Tod entwickelte es sich zum Zentrum der „movida madrileña“, einer gegenkulturellen Bewegung, und wurde somit noch wichtiger für das künstlerische und kreative Geschehen in der Stadt.

Daran ändert auch die momentane wirtschaftliche Situation nichts. Die Krise führte - zumindest im Coworking Bereich -zu einem regelrechten Boom. Fünf der sechs besuchten Spaces in Malasaña öffneten im Laufe der letzten 12 Monate. Sie liegen keine 10 Gehminuten voneinander entfernt. Und wir meinen hier die spanische Geh-Geschwindigkeit, welche um einiges gemächlicher ist, als der Berliner Schritt.

Sind das nicht zu viele Spaces auf engstem Raum? Eher nicht, denn erstens sind sie alle relativ klein gehalten und zweitens hat jeder Space ein gewisses Etwas, das ihn von den anderen abhebt, aber lest mal selbst:

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