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350 Millionen Dollar für die "Coworking Hauptstadt der Welt"

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Während viele Space Betreiber und ihre Mitglieder derzeit in der Sonne braten, arbeiten die Organisatoren der Coworking Europe bereits an der dritten Ausgabe der Coworking Konferenz. Sie findet in diesem Jahr vom 8. bis 10. November in Paris statt. Es ist die erste Konferenz, die als Instrument der Stadtentwicklung genutzt wird und auch die erste Konferenz, die erklärt, wie man eine Innenstadt mit 350 Millionen Dollar zur "Coworking Welthauptstadt" entwickeln könne. Für die Coworking Community stellen die Organisatoren bis zum 31. Juli wieder Early Bird Tickets bereit.

Wenn im November die dritte Coworking Europe startet, dreht sich inhaltlich alles um die weitere Professionalisierung der Coworking Spaces und ihrer Bewegung. Viele Coworking Betreiber bauen ihren Space als Projekt neben ihrem eigentlichen Beruf auf. "Als Nebenjob funktioniert es jedoch nur ein, zwei Jahre", meint Jean-Yves Huwart, Organisator der Coworking Europe.

"Deshalb wollen wir mehr Skills über Coworking vermitteln. Und wer Coworking als erfolgreiches Wirtschaftsmodell anzweifelt, dem möchten wir zeigen, dass Coworking wirtschaftlich, sozial und kulturell nachhaltig arbeitet. Es geht nicht um ein paar Leute, die zusammen in einem Garten spielen. Wir müssen Coworking auch nicht anpreisen. Wir können bereits Erfolge demonstrieren."

Außerdem steht Coworking nicht nur für eine Innovation als Arbeitsform, "es kann für die verschiedensten Bereiche und Ziele genutzt werden", meint Huwart. Einige davon werden auf der Coworking Europe präsentiert.

Die Konferenz hält selbst als Beispiel her. Erstmals erhält sie Unterstützung von einer Regionalregierung, der Ile de France. Sie fördert verschiedene Coworking Projekte in der Region als Teil ihrer regionalen Wirtschafts- und Raumentwicklung. Einen Tag, bevor die Coworking Europe startet, findet dazu eine weitere Konferenz in Paris statt.

Auch große Unternehmen integrieren Coworking zunehmend in ihre Entwicklungsstrategien. Dazu gehört Google, das in London vor kurzem in Zusammenarbeit mit Seedcamp, Techhub und Central Working den Google Campus als Coworking Space auf sieben Etagen eröffnete. Über den Campus spricht Eze Vidra als Kopf des Ganzen auf der Konferenz.

Kooperationen zwischen Google und Coworking Spaces existierten bereits zuvor und starteten mit geförderten Workshops in Coworking Spaces wie Parisoma oder New Work City, um eine Entwicklergemeinschaft für ihr mobiles Betriebssystem Android aufzubauen. Zusammen mit dem Londoner TechHub fördern sie ausgewählte Start-ups und kleine Unternehmen aus dem Tech-Bereich seit etwa zwei Jahren.

Aber was entsteht eigentlich, wenn über Coworking Instrumente der Stadt- und Unternehmensentwicklung miteinander fusioniert werden? Auf jeden Fall ein Leuchturmprojekt, wie wir es derzeit in Las Vegas besuchen können. Mit dem Downtown-Projekt möchte eine private Initiative die Innenstadt der Kasinostadt wieder beleben und mit den bereits gesammelten 350 Millionen US$ Las Vegas unter anderem zur "Coworking Hauptstadt der Welt" entwickeln. Immerhin 1,5 Mio. US$ gehen davon im ersten Jahr direkt in den ersten Coworking Space. 

Unter den Unterstützern findet sich Zappos, die dafür ihre Unternehmenszentrale nächstes Jahr von Henderson ins alte Rathaus von Las Vegas verlegen. Zappos wurde 2009 von Amazon übernommen. Während Amazon mit einem Teil seiner Gewinne Leute sicher und preiswert ins Weltall schießen möchte, setzt Zappos weiterhin auf die lokale Vernetzung. Dazu gehört die direkte soziale Interaktion als Kern der Unternehmensphilosophie, die kuratierte Förderung von Start-ups über den VegasTechFund, der einen wichtigen Teil des Downtown Projects ausmacht, ebenso wie die Unterstützung von Unternehmen, die klein bleiben wollen.

Jennifer Magnoli arbeitet seit letztem Jahr an der Coworking Strategie des Downtown Projekts. Ob es sich um eine nachhaltige Unternehmens- und Stadtentwicklungstrategie handelt, und wie erfolgreich sie damit bereits sind, darüber redet sie ebenfalls auf der Coworking Europe. "Es ist ein herausragendes Beispiel, in das viel Geld investiert wird und zeigt, wie Coworking als innovatives Tool für unterschiedlichste Zwecke genutzt werden kann", meint Huwart.

Bei der Konferenz geht's nicht nur um große Unternehmen, sondern ebenso um kleinen, die Coworking Spaces betreiben. Wie können die Betreiber die Einnahmen ihrer Spaces auf eine breitere Basis stellen? Wie gestalten sie am besten einen Coworking Space? Dafür liefern bereits am ersten Tag Ergebnisse eines Architekturwettbewerbs für Coworking Spaces guten Stoff für Diskussionen.

Ob kuratierte Spaces, die sich ihre Mitglieder gezielt aussuchen, der Coworking Philosophie entgegen stehen und wie Coworking Spaces die Start-up Bewegung unterstützen, gehören ebenfalls zu Themen an den drei Tagen. Die Konferenz endet wie im letzten Jahr mit einer Tour durch die Coworking Spaces der Stadt. Die Coworking Europe erwartet dieses Jahr 300 Teilnehmer, im letzten Jahr kamen mehr als 200 Leute nach Berlin.

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Coworking Europe Konferenz: Paris, 8. bis 10. November 2012

Ort: La Bellevilloise, 19-21, Rue Boyer

Tickets für alle drei Tage:

"Early Bird" (nur bis 31.07.12): €110 (limitierte Anzahl)

"Easy to connect (bis 25.09.12): €260 - "Full price": €340 

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