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Die Creative-Commons-Lizenzen feiern in diesen Tagen ihren zehnten Geburtstag. Sie erleichtern das Teilen von Inhalten, in dem sie Texte, Bilder oder Musikstücke in verschiedenen Stufen zum frei verfügbaren Allgemeingut erklären können. Zum Geburtstag gibt es bis zum 16. Dezember nicht nur CC-Parties in aller Welt. Anfang des Jahres kommt auch die vierte Version ins Netz. Sie soll den "Hack des urheberrechtlichen Maximalschutzes" weiter vereinfachen.

Ein CC-BY-3.0 lizensierter Ausblick von John H. Weitzmann:

Anders als oft kolportiert ist Creative Commons keine Alternative zum Urheberrecht und will das auch gar nicht sein. Die durch die Non-Profit-Organisation Creative Commons (CC) entwickelten Lizenzen würden ohne den Unterbau des Urheberrechts auch gar nicht funktionieren. Sie sollen vielmehr einen vertraglichen "Hack" des urheberrechtlichen Maximalschutzes darstellen, der in Zeiten des Internets teils zu einer echten Belastung geworden ist.

Entsprechend hat sich CC seit seinem Start im Jahre 2002 auf die Fahnen geschrieben, einen möglichst laientauglichen Weg zu bieten, den ganz strikten urheberrechtlichen Schutz namens "alle Rechte vorbehalten" loszuwerden, der automatisch eintritt, sobald ein Werk geschaffen ist. Wenn also gesagt wird, jemand "schütze sein Werk mittels CC-Lizenz", dann ist das zumindest missverständlich. Geschützt wird das Werk stets nur durch die staatliche Rechtsordnung und ihre Gesetze. Wer ein Werk mit einer CC-Lizenz versehen veröffentlicht, fährt diesen Schutz bewusst zurück und kann dies zudem abgestuft in sechs verschiedenen Schritten tun.

Dafür gibt es sechs verschiedene CC-Lizenzen, die sich aus der Kombination von vier verschiedenen Lizenzelementen ergeben, von denen eines in jeder Lizenzvariante enthalten ist: Wo und durch wen das lizenzierte Werk auch genutzt wird, es muss immer der Name des Urhebers genannt werden. Letztlich sind CC-Lizenzen an die Allgemeinheit gerichtete Erlaubnisse, das betreffende Werk zu nutzen. Je nach Anwendungsfall kann der Urheber diese Erlaubnis durch Bedingungen einschränken, indem er die passende der sechs Lizenzvarianten einsetzt.

Da individuelles Aushandeln somit obsolet wird – man kann ja an der Standardlizenz erkennen, was man als Nutzer darf und was nicht – sollen die so lizenzierten Werke und Inhalte einfacher im Netz zirkulieren können. Die rechtlichen Transaktionskosten sollen den technischen angenähert werden, die im Internet nahe Null liegen.

Nun feiert CC mit zahlreichen Veranstaltungen weltweit die ersten zehn Jahre seiner Aktivitäten. In dieser Dekade ist viel erreicht worden. Hunderte Millionen Einzelwerke im gesamten Internet, die Zahl ist nicht genau ermittelbar, sind heute CC-lizenziert und damit – je nach konkret gewählter Lizenzvariante – mehr oder weniger freigegeben und nachnutzbar für jedermann. Sie machen die eigentlichen "creative commons", also die "kreative Allmende" aus, die CC im Namen trägt. Durch diese rege Verwendung seiner Lizenzen hat sich CC inzwischen zu einer Art universellem Hintergrunddienstleister für zahllose Initiativen entwickelt, die darauf setzen, dass Inhalte zugänglich und nachnutzbar sind, eben "Open Content".

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